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Freitag, 25. Mai 2012 | 11:00

Brian Lopez: Ultra

22.09.2011

Wüsten-Crooner auf dem Weg zum Non plus ultra

Mit einem Engelschor in der Stimme, Americana in der Seele und europäischen Wurzeln im Herzen erfreut uns Herr Lopez auf seinem Debut. Von TOM ASAM.

 

Als »retro-psychedelischen Kammerpop – mit etwas Klapperschlange« bezeichnet Brian Lopez seinen Stil so schön, dass man es einfach übernehmen muss. Im Mittelpunkt steht dabei seine klassisch geschulte Stimme, die irgendwo zwischen Opern-Gesang und gewohnter Pop-Vokalkunst liegt. Dabei wird aber zum Glück auf eine allzu artifizielle Modulation verzichtet. Lopez ruft am ehesten das schöne Wort Crooner ins Gedächtnis. Stellenweise ist man auf Ultra an Timber Timbre erinnert, doch während es deren aktuelles Album deutlich an Abwechslung fehlt, hört sich Ultra wunderbar in einem Rutsch.

 

Entsprechend seiner Heimat Tucson in Arizona verzichtet Lopez nicht auf den gewissen Schuss Wüstenromantik und epische Momente, welche die Weite der Wüste vermitteln. Gemäß den spanischen und mexikanischen Wurzeln seiner Familie darf etwas spanischer Gesang auch nicht fehlen. Der mexikanische Flamenco-Sänger Salvador Duran gibt als Duett-Partner in El Pajaro y el Ciervo (der Vogel und der Hirsch) alles und sorgt für die Extraportion wohlplatzierten Kitsch. Und um noch ein bisschen europäischen Retro-Charme reinzubringen, gibt es zudem eine wunderschöne Coverversion eines der Songs einer der besten New Psychedelic Pop Bands der 80er Jahre: Killing Moon von Echo and the Bunnymen. Schöne Mischung, tolles Debut! Ach, ja: der Albumtitel geht zurück auf ein Zitat von Salvador Dali, der sich selbst einst als eine Sau, die auf dem Weg zum non plus ultra wandert bezeichnete!

 

 

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