Irgendwie schaffen es die US-Amerikaner nämlich, ziemlich unelegant an allem vorbeizuschliddern, was ihren sieben Songs die notwendige Spannung verleihen könnte. Das beginnt schon mit dem Opener Countless Songs: Death Cab For Cutie hätten Grund genug, ihre Anwälte scharf zu machen, wenn Fops in ihrem ungewollten Cover-Medley nicht immer zur richtigen Zeit den falschen Ton bringen. Die poppige Eingängigkeit eines Ben Gibbard erreicht Dee Kesler keineswegs, auch wenn der eine oder andere Stimmlauf wie mit der Blaupause nachgezeichnet scheint. Das bleibt problematisch, selbst sieht man über die sehr offensichtliche Referenz zu Beginn einfach hinweg: Denn wo Fops nicht catchy sind, da sind sie auch anderweitig nicht spannend, trauen sich zu wenig. For Centuries bietet fadeste Ästhetik, ein charakterloses Kompendium von Tracks, die viel zu skizzen- und chimärenhaft sind, um wirklich zu funktionieren.
Die sieben Songs kommen ohne Höhepunkt aus, sie quälen allein schon mit ihren Längen. Fops versuchen sich an dem Drahtseilakt zusammenzubringen, was nicht zwangsläufig zusammengehört. Und scheitern: Die zackig-blechernen Post-Punk-Reminiszenzen haben nichts mit dem krautig-psychedelischen Akustik-Geschrammel gemein und trotzdem werden sie zusammengemischt. Das geht nicht auf, das ist zu viel der Akrobatik. I Shot A Parakeet Too könnte die verpatzte Generalprobe eines Stadionrockers sein, und wenn man sich daran macht einen 20minütigen Track wie Ronald Wilson Reagan zu schreiben, sollte das Konzept nicht mindestens für 15 Minuten hinreichen? Eigentlich ist die gesamte EP kaum mehr als das, eine kleine und missglückte Feldstudie in Sachen songwriterische Kraftmeierei. Bidwell und Kesler erzeugen keine greifbare Atmosphäre, schaffen es an so gut wie keiner Stelle, fesselnde Momente zu kreieren. So sympathisch die beiden auch sein mögen: Mit For Centuries treten sie von einem Fettnäpfchen ins nächste.