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Freitag, 25. Mai 2012 | 11:03

Red City Radio: The Dangers of Standing Still / The Riot Before: The Riot Before

06.10.2011

Young Gunners II

Neues aus dem Hause Gunner Records. The Riot Before machen es uns unverstärkt. Die Neuentdeckung Red City Radio dagegen mit Volldampf. Von DAVID EISERT.

 

Paul Pendley war 2005 derart mit den Nerven fertig, dass er allen persönlichen Besitz, der was mit Musik zu tun hat, beim großen Yardsale verklopfen wollte. Bourbon und Zynismus sollten für die Zukunft genügen. Zum Glück hat er dann doch noch die Kurve gekriegt und zusammen mit Dallas TidwellRed City Radio“ gegründet. Die neue Band als Therapie schlug hervorragend an und mit The Dangers Of Standing Still bringt das Quartett aus Oklahoma nun die erste Scheibe an den Start. Die Songs sind allesamt proved on the road, die Jungs sehen es als ihre verdammte Pflicht, jede auch noch so kleine Bühne zu rocken. Und das geht am besten mit schnörkelloser Rockmusik. Als Referenzbands ließen sich Leatherface und Hot Water Music nennen, mit denen Red City Radio bestimmt die ein’ oder andere Pulle Whiskey köpfen würden. Ein heiserer Gesang, catchy Singalongs, prägnante Riffs, gerade Beats und großartige Melodien, dazu ein leichter Hang zur Melancholie. Fans der beiden genannten Bands werden mit dieser Scheibe nichts falsch machen.

 

Ebenfalls im Niemandsland der USA beheimatet, ebenfalls auf Gunner Records zu Hause aber mit der Karriere schon einen Schritt weiter, bringen The Riot Before eine EP mit 7 Songs in Akustikversionen heraus. Ursprünglich nur als Zeitvertreib für die Homepage gedacht, kam die reduzierte, unpunkige Musik so gut bei den Fans an, dass eine geordnete Veröffentlichung her musste. Die Jungs decken das volle, momentan sehr angesagte, Spektrum von Singer Songwriter Ernsthaftigkeit bis zum schnellen Folksong ab. Dabei vergessen sie, ähnlich wie Frank Turner, nicht, dass Punk eine Haltung braucht und nicht schlecht gestimmt Gitarren. Also lohnt es sich, den Lyrics von Brett Adams ein wenig Aufmerksamkeit zu widmen. Gefällt mir persönlich sogar besser als ihre vollverstärkte Seite. Hier wirken sie unmittelbarer und echter. Mit You Cant Sexy Dance To Punk Rock haben sie nebenbei die ultimative Verhaltensregel für den Club parat.

 

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