Roedelius: Plays Piano (Live in London 1985) GEH MIR FORT - Grobzeug im Rindermix 2 - Teil XLI von Michael Ebmeyer Kernnzeichen T - 27.01.2012 Der Schauspieler Gary Oldman im Interview Zwei Jahre Digitale Spiele bei TITEL-Kulturmagazin
Donnerstag, 09. Februar 2012 | 07:54

Digipak (KW 47)

19.11.2009

Major Toms Diktiergerät

Musikalische Neuigkeiten auf einen Blick – diese Woche mit Jamie Cullum, Birdy Nam Nam, Raoul Sinier, Apse und Them Crooked Vultures. Von SEBASTIAN KARNATZ

 




Apse: Climb Up

Um es gleich vorwegzunehmen: Wer nach einer leicht rumpeligen Alternative zu den esoterischen Isländern Sigur Rós sucht, der dürfte an „Climb Up“ durchaus Gefallen finden. Wer allerdings schon allein von der Vorstellung abgeschreckt wird, eben jene Sigur Rós würden einen New-Wave-Schuppen entern und dabei im Designer-Drogen-Rausch beginnen Punk zu spielen, der sollte von dieser CD tunlichst die Finger lassen. Ohne Zweifel: „Climb Up“ ist ein zutiefst seltsames Stück Musik geworden. Apse sind Indie ohne hip zu sein, scheppernd ohne allzu ausgiebig dem musikalischen Dilettantismus zu frönen, irgendwie progressiv, allerdings ohne aufdringliche Breaks und technische Spielereien usw. Nachdem die anfängliche Verwirrung des Hörers einem konzentrierten Nachvollziehenwollen gewichen ist, bleiben trotz allem Zweifel am Gehörten übrig: Klingt das erste Stück „Blown Doors“ nicht ein bisschen nach den unseligen Euro-Dance-Ahnherren Snap? Klingt „3.1“ nicht nach mehrfach verdautem New-Wave-Ausschussmaterial? Und vor allem: Warum hat dieses Album ein fieser kleiner Troll mit unmenschlich hoher Stimme eingesungen? Ein Troll, der noch dazu so klingt, als müsste er ständig Angst vor Verfolgung haben, sodass er seine Stimme durchgehend mit ordentlich Verzerrung und Halleffekten unkenntlich machen muss? Viele Fragen, wenig Antworten und eine seltsame, aber durchaus interessante CD, die zumindest die oben angesprochene Zielgruppe musikalisch zufrieden stellen sollte.

Apse: Climb Up. ATP Recordings.
Apse bei MySpace

 

| kommentar schreiben

Name:
Kommentar:

Wenn ich König von Deutschland wär ...

Ralf König ist mehr als nur Milieuchronist. Er ist einer der größten deutschen Comic-Autoren. Der Prachtband Der dicke König würdigt ihn erstmals in angemessenem ...

Musique Electrique

Sie leben. Die Stimmen vom neonfarbenen See an den blauen Feldern. Von TOM ASAM.

Die Faszination des Grauens

Kaum ein Werk der Weltliteratur hat, sieht man einmal von der Bibel ab, so viele Künstler unterschiedlicher Epochen und Stilrichtungen zur Umsetzung ins Bildmedium angeregt. Die ...

Life and Death of a Hollywood Extra

»Rede!« – »Ich werde nichts sagen!« Blitz! Schock! Flackern! Noch höher drehen die russischen Schurken die Stromzufuhr des ...