von Michael Ebmeyer Zwei Jahre Digitale Spiele bei TITEL-Kulturmagazin Kernnzeichen T - 27.01.2012 GEH MIR FORT - Grobzeug im Rindermix 2 - Teil XLI Zum Tod der Literatur-Nobelpreisträgerin Wislawa Szymborska Ralf König: Der dicke König
Donnerstag, 09. Februar 2012 | 08:44

Kritikerpreise 2009

15.06.2009

Zeitgeschichtliches Panorama

Am Wochenende hat der Verband der Deutschen Kritiker in Berlin seine „Kritikerpreise 2009“ verliehen. In der Kategorie Literatur wurde Ursula Krechel geehrt.

 

Seit 59 Jahren vergibt der Verband der Deutschen Kritiker Preise in neun Sparten – in diesem Jahr das erste Mal unter der Leitung des neuen Vorsitzenden Wend Kässens. Für Orientierung möchte man sorgen, so Kässens in seiner Eröffnungsrede, das Leise, Sensible, das Abgründigen soll gestärkt werden, damit es nicht untergeht neben dem, was sich medienwirksam und allzu spektakulär inszeniert. Denn: „Wie marktfähig, wie eigenwillig und eigenständig, wie frei und offen, wie differenziert und vielschichtig die Künste sind – das interessiert die ernstzunehmende Kritik. Deshalb gibt es den Deutschen Kritikerverband und die Kritikerpreise.“

Ursula Krechel bekam den Preis in der Sparte Literatur für Ihren Roman Shanghai fern von wo, der sich einem bisher vernachlässigten Aspekt des deutschen Exils während der nationalsozialistischen Jahre widmet.

In der Begründung heißt es: „Krechel schafft aus den historischen Fakten eine poetisch vibrierende Textur aus wild schlingernden Lebensgeschichten. Sie entfaltet tragikomisch grundierte und oft ins Nichts führende Überlebensstrategien von Menschen, die radikal ihrer Wurzeln beraubt wurden und sich völlig neu erfinden mussten. Es gelingt ihr, aus der Lebensgeschichte einiger weniger Hauptfiguren ein komplexes zeitgeschichtliches Panorama zu entwickeln“.

“Ort zum Auf-den-Putz-Hauen“

Der Preis in der Sparte Theater ging an Tobias Wellemeyer, den Generalintendanten des Theaters Magdeburg. „Er will das Theater als einen für jedermann offenen Ort: Zum Heimisch-Fühlen, Ängste-Teilen, Neues-Lernen, zum Auf-den-Putz-Hauen, Heulen, Kichern oder auch mal nur so zum Beieinander- und Glücklichsein“ heißt es in der Begründung. „Das Stadttheater als Antidepressivum. Und Gesamtkunstwerk. Also nicht nur ‚soziale Plastik‘, nicht nur feinnervige Seelenerkundung, politischer Aufklärungstrieb oder Nachhilfeunterricht, sondern immer auch: prall gefüllte Wundertüte“.

Weiter wurden ausgezeichnet: Kuehn Malvezzi (Architektur), Ulrich Wagner (Bildende Kunst), die Sendung KULTURZEIT (Fernsehen), die Produktion Auge in Auge von Michael Althen und Hans-Helmut Prinzler (Film), Barbara und Winfried Junge (Ehrenpreis Film), die Produktion Haus aus Stimmen (Hörfunk), Lothar Zagrosek (Musik) und Heinz Spoerli (Tanz).

Die Faszination des Grauens

Kaum ein Werk der Weltliteratur hat, sieht man einmal von der Bibel ab, so viele Künstler unterschiedlicher Epochen und Stilrichtungen zur Umsetzung ins Bildmedium angeregt. Die ...

Schweizerinnen auf dem Vormarsch?!?

Wer fällt Ihnen ein, wenn Sie an starke Schweizer Frauen denken? Wenigstens irgendeine Frau? Frau? Fühlen Sie sich nicht zu schlecht, wenn Ihnen zu dem Land, in dem die Frauen erst 1971 ...

Harder.
Faster.
Louder!

Frank Schäfer, mit universitären Würden ausgestatteter Geisteswissenschaftler, Autor, Kritiker, Hobbymusiker und eingefleischter Metal-Fan hat eine Interviewsammlung zum Thema Heavy ...

Alles, nur kaum Eier

Verrückte Hühner kennen alle – kein Zweifel, dass es sie wirklich gibt. Heinz Janisch erzählt, wie ein Bauer an seinem jedoch fast verzweifelt. Sein verrücktes ...

Vertrauen, hoffen, lieben

Gewichtige Worte und Werte von ebensolchem Gewicht findet man in diesem Buch. Was man gleichfalls findet, ist sind die Pendants, Einsamkeit, Leid, und Wut. Es ist ein Buch der Extreme und ein Buch ...

Wenn ich König von Deutschland wär ...

Ralf König ist mehr als nur Milieuchronist. Er ist einer der größten deutschen Comic-Autoren. Der Prachtband Der dicke König würdigt ihn erstmals in angemessenem ...

Vom Schreiben und Geschriebenwerden

Die Comic-Reihe The Unwritten ist eine Reflexion über Magie und Literatur. über die Schwierigkeiten und Gefahren der Selbstreferenzialität. Dem Leser wird ein virtuoses ...