Thomas Kistner: Fifa-Mafia Frankie Chavez: Family Tree von Michael Ebmeyer Andrea Maria Schenkel: Finsterau Der FUTTERblog - streng verdaulich! Kennzeichen T - 28.04.2012
Freitag, 25. Mai 2012 | 13:11

 

Fall Mehdorn: Leichen im Keller oder Waterloo

05.02.2009

Unser Mielke von der Bahn

Denn toller & ausdauernder als er ist bislang kein Wirtschaftsführer Ministern, Parlament & Öffentlichkeit auf der Nase herumgetanzt – als Angestellter des Bundes! Sechs Fragen zum Fall Mehdorn, gestellt von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Könnte es sein, dass für unseren Bahn-Napoleon endlich sein Waterloo in Sicht ist? Die scheibchenhaften Zu- & Eingeständnisse einer von mal zu mal größer gewordenen Zahl von „Ausforschungen“ des Bahnpersonals haben den nassforschen Konzernchef Mehdorn jetzt auch für seinen ignoranten Aufsichtsrat zu einem Personalproblem werden lassen.

Hart & mutig hat Mehdorn bislang alle von ihm provozierten & zu verantwortenden Konflikte überstanden & ist im Laufe der Zeit immer mehr in die Rolle eines Hollywood-Stars hineingewachsen, der von einem Darstellungskapital lebt, das man im amerikanischen Filmbabylon einmal zum Slogan verdichtete: „The man you love to hate“. Gründe für diese perverse Liebe eines schnell gewachsenen deutschen Publikums zum „worst guy“ hat er am laufenden Band geliefert, ohne dass ihn das als ebenso schamloser wie unverschämter Selbstdarsteller seiner Machtfülle je ernsthaft in die Bredouille gebracht hätte.

Wenn er jetzt nicht stürzt – nachdem er eben erst eine großflächige Überwachung zugegeben & zugleich eine zweite totale, um nicht zu sagen totalitäre, bewusst verschwiegen hatte –, dann muss er eine Armee von „Leichen im Keller“ haben, die ihn schützt.

Denn toller & ausdauernder als er ist bislang kein Wirtschaftsführer Ministern, Parlament & Öffentlichkeit auf der Nase herumgetanzt – als Angestellter des Bundes! Auch hat bisher kein Westler sich derart in das („menschenverachtende“) DDR-Sicherheitssyndrom hineinversetzt – wie dieser Mielke von der Bahn.


Sollte wirklich das ausschließliche Interesse für diesen geheimdienstlichen Totalverdacht (wg. „möglicher Korruption bei Vergabe von Aufträgen“) gegen alle Angestellten der DB zutreffen (ein Schelm, wer anderes denkt), dann möchte man doch ein paar Fragen beantwortet haben:

1. Richtet sich der Korruptionsverdacht auch gegen jene von der Bahn, die den Auftrag vergeben haben?
2. Was hat der Auftrag an ein Fremdunternehmen die Bahn gekostet?
3. Was war der begründete Anfangsverdacht, der zu dieser Rasterfahndung führte?
4. Haben die dreimaligen, zuletzt totalen Überprüfungen zu (justiziablen) Erkenntnissen - und falls: in wie vielen Fällen - geführt?
5. Sollten aber die Ergebnisse null gewesen sein, geht die Bahn dann davon aus, dass es in keinem Falle zu Korruptionen gekommen ist?

Eine 6. Frage richtet sich aber schließlich darauf, mit welchen juristischen und unter welchen materiellen Bedingungen der „Mielke von der Deutschen Bahn“ in die freie Wildbahn der flottierenden Führungskräfte ge- oder versetzt werden kann? Oder wird hier eine ausgebrochene Paranoia ggf. schizophren behandelt?

Unser Lieblingssufi live!!

06.06. Aachen, Musikbunker
07.06. Hannover, Musiktheater Bad
19.06. Hamburg, Uebel & Gefährlich
20.06. Berlin, Gretchen
21.06. Leipzig, UT Connewitz
22.06. ...

Algen und glitschiges Heu

Das erste im Haus Rose ist der Geruch, noch vor allem anderen, noch bevor es die drei kleinen Stufen runtergeht in den ersten Flur: Der Geruch, und ich denke: Leichenhalle. Das ist ...

Auch Kevin kauft nur Vinyl

Gestern erschien das neue Album von ClickCLickDecker. Sein erstes Livealbum heißt Du Ich Wir Beide Zu Den Fliegenden Bauten. Bei Seinem zweiten Konzert ...

Götter verstehen keinen Spaß

Wenn Shakespeare sich in der griechischen Mythologie bedient und den blindes Seher Tiresias zum Helden eines seiner Stücke gemacht hätte, der Inhalt hätte durchaus so aussehen ...

Valium im schwarzen Anzug

Die MIB-Filmreihe von Regisseur Barry Sonnenfeld komplettiert sich nun zur Trilogie und tischt dem Zuschauer das Alte vom Vortag nochmal neu auf – nur diesmal in 3D. Lasst euch vom ...

»Die Wahrheit ist ein scheues Kind ...«

Mit dem Roman Tannöd begann 2006 die erstaunliche Karriere der Andrea Maria Schenkel. Der Nachfolger, Kalteis (2007), bewegte sich noch ganz im Dunstkreis des erfolgreichen ...