Man storniert seine Hoffnungen, verlegt seine Flüge und geht spazieren auf dem nasskalten Hauptfriedhof. Das Elend am Straßensaum, die Bettler vermehren sich, als hätten sie nichts Besseres zu tun. Die Tankstelle macht es auch nicht mehr lange. Jetzt ist sie erst mal dicht. Ich könnte sonst wo hingehen an einem freien Abend im Januar, zehn Minuten später animiere ich Jenny Bauchfleisch und erfreue mich sogar im Ernst an einem kurzen Schulterschluss. Dieses castle ist mein home, in dieser Suhle wälze ich mich, wem habe ich nicht alles ein frohes Jahr gewünscht.
»Setz dich«, sagt Mike, »ich habe schon gehört.«
»Wass´en?«, frage ich gleichgültig. Es hat ja immer irgendwer irgendwas gehört.
»Dass es dich fortzieht auf Sohlen aus leichtem Moos. Das eine sei dir unbenommen, das andere geht nicht. Dir bleibt die Wahl zwischen den Möglichkeiten.«
»Was heißt das, wenn es dir lieber ist?«
»Urlaubssperre bis 2021.«
»Ich bin eine Diebin«, halte ich dem König von mir selbst beleidigt entgegen.
»Noch nichtma dafür reichts. War lediglich bloß Zweckentnahme.«
Das ist sein letztes Wort von Bedeutung, wir spielen Teekesselchen. Das Geplänkel wird Nacht und Betrunkenheit. Ein neues Mädchen heißt Finja, die Welt starrt auf seine Titten. Auch das Klo soll mal ganz toll gewesen sein, kurz nach der Währungsreform, die zur Reichsmark Ade sagte. Als im Veilchenhof noch der Flipper stand, und Norbert seine Zähne insgesamt besaß.
»Rocko wird sich freuen«, sage ich mir, und ein Anderer verkündet im Off: »Fühlt euch alle gefickt - und du dich ganz besonders.«