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Freitag, 25. Mai 2012 | 13:42

 

Foto: Robert Schuler Foto: Robert Schuler

GEH MIR FORT - Grobzeug im Rindermix 2 - Teil V

19.03.2011

MITESSER IN DER POPELFALLE

Alpine Stimmungen gibt es auch, wenn das Licht direkt auf die Fassaden fällt und alles einstürzt. Dann freut man sich über Schluckauf … als Alibi für eine Abwendung. Man denkt vielleicht, Trinken ist wie Träumen. Den Tumult schickt man in eine Freistunde. Man lässt die Freundlichkeit von der Leine, als allerletzte Maßnahme. Immer behauptet wer, das oder das sei Rock´n´Roll, doch stimmt das immer weniger. Wir sind schon so gut wie gepflügt, die Fürze stinken nach Alter. Unsere Fantasie ist in Rente gegangen, auch beim Nachwuchs schon. Sonst säße der nicht hier in Erwartung diverser Schleifen und würde sich nicht abarbeiten an diesem Ausschuss gärender Einsichten. Schon wieder Hunger, doch erst Prost.

 

Eine Fortsetzungsgeschichte von TANJA und JAMAL TUSCHICK

 

Die Künstlerin hat sich getrennt, der Mond deckt das Dach ab. Jemand möchte Schuppenflechten zum Thema machen. Ein anderes Lied hebt den Mut. Plötzlich ist alles wieder so wunderbar wie Portugal manchmal. Ich nehme meinen Logenplatz ein, gebe dem Schoß die Hände. Wir haben es gut getroffen in unserem Rauch, dem Glimmer, auch das Hotelzimmer der Künstlerin ist voll des Lobes. Warum jetzt noch ins Klabunt? Bloß wegen der Karikaturisten dort doch nicht und einem Redakteur. Ich sehe den Ehrgeiz nagen, im Duell mit unserer Kur des vortrefflichen Gemeinsinns nagt der Ehrgeiz jedoch nicht energisch genug.

 

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Wie gut sich Apfelschnaps mit Grauburgunder verträgt.

»Er wollte immer nur Seins, aber wenn ich dann Meins ...«, sagt die Künstlerin dem Ex hinterher. Der dreht gerade auf einem Berg in der Schweiz, so dicht sind wir am internationalen Filmgeschäft.

»Ich brauche das nicht«, sagt Boris nur zu mir. Wir wissen so gut Bescheid.

»Kannst du morgen?«, fragt er wegen der Befüllung des Künstlerkühlschranks mit Wurst und Käse.

»So wird es gemacht«, antworte ich. Die Reste vom Abend gehen gerade drauf. Norbert isst auch, das sieht man selten. Das heißt, er hat die Künstlerin sehr gern. Zutiefst sind wir Bauchredner … und so nehme ich denn von Britta ein Stück an, obwohl Toni mir vorher ihren Teller zuschanzen wollte. Jetzt essen alle, und Boris versucht einen Scherz mit Mitesser in der Popelfalle, um sich von rudeliger Peinlichkeit freizusprechen.

 

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