Tittenterror ist ein Wort von Rocko. Ich mag sein Machogedöns, diese Einfachheit, die von lauter Feststellungen in der Irre ausgeht. Ich verdächtige ihn ohne Arg einer zwanghaften Routine in seinem Liebesleben. Ich glaube, Rocko arbeitet eine Liste ab. Er kann strebsam sein, wenn es um Varianten seines einzigen Themas geht.
Tittenterror ist ein Pflichtgetränk, seit ich Schnaps trinke, ist sowieso allen wohler. Getrunken wird auf Rainer Langhans, unserem Mann im Camp. Dies zur politischen Dimension des Tittenterrors. Boris legt eine Hand auf mir ab, das soll nichts bedeuten. Von Langhans führt kein Weg ins Licht und nicht jeder kann Mistwetter von Dreckswetter unterscheiden. Auch weiß ich nicht, was eine Zimtlaugenbasis mit Penisimplantaten zu tun hat. Und was soll das mit dem Nutzwert schlechter Laune für die Ackerwirtschaft in der Wetterau? Man wird ganz schön gefordert unter der Woche. Vor drei niemals im Bett und morgens früh ist jedes Mal die Nacht vorbei. Der Parcours am Rande der Gruben, die ich als mobile Altenhelferin abzuklappern habe, ist schlammig von abgestorbenem Gewebe und den grünblauen Aulen der Verzweiflung. Die Hessen sagen Verzwazzelung. Was man sich so alles merkt, ohne Sinn und Verstand. Plötzlich geht mir auf, dass ich die Einzige bin, die tagsüber noch arbeitet.