Texas wohnt bei Toni und Toni wohnt gegen-über dem Gernegroß. Deshalb wurden Vorhänge am Technikerraumfenster angebraucht, wo das Personal seinen Kram hinhaut und seine Telefone checkt und außer der Reihe raucht. Manche finden Tonis Beherbergungseifer impertinent, aber Norbert, der Maßgebliche, tut so, als sei das kein Problem. Hauptsache, Texas kommt nicht durch die Tür ins Gernegroß. Er hat nämlich Hausverbot, weil wir ihn verarscht haben. Allgemein hält man das für logisch, nicht dass ich die Logik verstünde. Es ist mit nur recht so.
Aber Toni steht auf einem anderen Blatt und jetzt hat sie das Recht zu antworten. Weil Boris sie gefragt hat. Das zählt auch für Norbert. Toni nimmt Platz auf dem Tisch, man hätte einen Stuhl für sie heranschaffen können.
»Er schwimmt viel«, sagt Toni. Ihre Wohnung gehört zu einem Haus ihrer Mutter, im Nordend bedeutet das Verwandtschaft mit einer Millionärin. Das ist was anderes, als gut zu sein beim Gläserpolieren. Tonis Ausschnitt bietet auch eine Aussicht auf Bestand. Vermutlich aus diesem Grund sondert Norbert eine Schleimversion seiner Ansichten ab. Die Version schwimmt in genug Verständnisgülle, um den protegierten Köpfen auf den Hälsen von Boris und mir klarzumachen, wie sie den Scheiß richtig zu verstehen haben. Mich müsste Norbert nicht so gern haben.
