Er lädt mich auf ein Getränk in die Gaststätte Frank ein. Er hatte da mal einen Stammtisch, die Brüder sind einer nach dem anderen durchgeknallt. Da war der Lehrer, der die Rechtschreibreform nicht mitmachen wollte und deshalb seine Pensionierung durchsetzte. Er redete bayrisch, obwohl er in Frankfurt aufgewachsen war. Der Rock´n´Roller war dabei, eine Burgnase der ersten Stunde, aber irgendwann nicht mehr tragbar als Koch aus Leidenschaft. Er verschwand nach dem Totalverlust seiner Kündigung. Als sei er auf der Straße geplatzt und in den Überresten von herumfliegendem Dreck nicht mehr zu unterscheiden gewesen. Der Lehrer wachte eines Tages in der Psychiatrie auf. Er wurde noch einmal freigelassen, das war nicht gut für ihn. Ein Ingenieur, der gern Motorrad fuhr und eine gescheiterte Ehe als Katastrophe erlebt hatte, verlor schließlich seine gut bezahlte Arbeit an den Suff. Er verließ sofort die Stadt, als hätte sie zu brennen begonnen. Heinzbindestrich hat zu jedem Fall eine Erklärung, die von Selbsttäuschungen ausgeht.
»So wie bei Texas«, sage ich.
»Genau so. Wenn die Anpassungen des Selbstbildes an die Wirklichkeit zu schmerzhaft sind, weicht man in Erfindungen aus. Dabei kann man vorübergehend sehr erfolgreich sein.«
Der Lehrer hatte Jahre mit der Untreue seiner Frau gelebt, die er einst mit den Worten »von dir brauche ich nur die Löcher« gefreit hatte. Er fand sich zu erhaben, um seiner Eifersucht mehr als ein Etui aus Verachtung zu gönnen. (So was weiß man, wenn man mit Texas zusammen war.)