Einmal zerschlug Mineke eine Melone, da kannte ich sie noch nicht genug, um das nicht melodramatisch zu finden. Ich half Boris bei der Diagnose, er vermutete bei Texas das gleiche kranke Profil. So wer sieht sich immer irgendwie als Künstler, Minekes Band heißt Töchter Mannheims und tritt morgen im Club Voltaire auf. Keine Frage, dass ich nicht hingehe zum Konzert.
Wir hellen uns mit Schnaps auf, die Kassenhauskasse ist noch nicht gezählt. Viertel vor sieben ist es nach der Tassenschrankuhr in fünf Minuten. Ibu öffnet der Kälte schon mal die Brandschutztür. Manche sagen auch frische Luft zur Kälte. Geraucht wird im Akkord.
»Können Gene verbürgerlichen?«, fragt Ibu. Er hat Schreiner gelernt und von daher den Lauf der Welt im Nacken als ungutes Gefühl. Das Leergut muss zum Container vor dem Bioprofick.
Ibus Frage entgeht so kurz vor Job einer Antwort.
»Kannst du die Flaschen noch?«, fragt Boris, er will schnell noch die Kasse. Die Künstlerin will schnell noch ein Getränk für ihre Gitarre. Ihre Ehe, auch nicht mehr gut. Dies als Thema für später. Ab sieben sind wir dem Angriff des letzten Aufgebots ausgesetzt. Die Devisen lauten: Kultur zur Unterbrechung des Ehestreits, zur Sanktionierung von Jugendsünden, zur Verdunklung des Gemüts von Männern, die daheim lieber eine DVD. Die beste Kollegin aller Zeiten astet zum Leergut. Das bin ich, manchmal kann ich das selber nicht glauben.
