Das 1958 im Teatr Dramatyczny uraufgeführte Drama in drei Teilen konnte zu seiner Zeit Begeisterung auslösen, weil das Werk mit den Mitteln der Politsatire die Absurdität jeglicher staatlicher Machtattitüde ins Lächerliche verdreht und bis zur glasklaren Kenntlichkeit entstellt.
Zum Inhalt: Im Land eines namenlosen Regenten gibt es nur noch einen einzigen Oppositionellen. Er hat in grauer Vorzeit ein Bombenattentat auf einen General des Landes verübt und sitzt seitdem hinter Gittern. Als er seine oppositionelle Haltung aufgibt, wird er freigelassen und macht als staatlicher Experte in Sachen Terrorismusbekämpfung schwindelerregende Karriere.
Die Polizei gerät infolgedessen in die Rechtfertigungskrise: Wo keine Verbrecher sind, da ist auch keine Polizei nötig, und die behördliche Existenzangst treibt skurrile Blüten. Ein namenloser Mitarbeiter aus den eigenen Reihen mischt sich als Provokateur unters Volk, kehrt jedoch mit Zahnlücke zurück und lispelt: »Das loyale Volk hat mich geflagen, als ich verfuchte, Provokationen aufzuftreuen.« Weil der Mann sich aber wie kein Anderer um den Staat verdient gemacht hat, erwählt man ihn zum Retter in der Krise aus. Als er weisungsgemäß einen umstürzlerischen Spruch aus dem Fenster ruft: »Unfer Regent, der Onkel def Infanten, ift ein altef Fwein!«, wird er sogleich verhaftet und sitzt pflichtgetreu seine Zeit hinter Gittern ab.
Geschlagen sind somit zwei Fliegen mit einer Klappe: Dem staatshörigen Volk wurde erstens nach Jahren der Harmonie wieder mal ein Revolutionär untergejubelt, zweitens wurde der Schädling auch sogleich verhaftet und in Sicherheitsgewahrsam gesteckt - doppelter Beweis für die Notwendigkeit und Effizienz der Behörde. Zusätzlich fingiert die Polizei dann aber auch noch ein Attentat auf den General, die Sache geht jedoch gut aus, weil anstatt des Ordenträgers bloß ein namenloser Postbote von der Bombe getroffen wird. Nebenan tut es einen Knall, eine Tasche fliegt herein nebst abgerissenem Bein und einer Batterie von Miniwürsten. Was für ein Land, in dem Angst höchstens der Briefträger noch vor dem Hund hat ...