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Donnerstag, 09. Februar 2012 | 09:26

Kennzeichen T - 01.02.2010

01.02.2010

Afghanistan darf kein zweites Brandenburg werden!

Arbeitslos und Taliban, schlimmer kann es kaum kommen: Man gilt als Schmarotzer, aber darf auch nicht saufen.

 

Erinnern Sie sich an Kurt Beck? Kurt Beck? Der ehemalige SPD-Vorsitzende mit der Marx-Matte am Kinn? Na, klingelt's?  Kurt Beck ist viel Unrecht geschehen. Die Genossen haben ihn schmählich aus dem Amt gejagt, ohne jemals etwas Besseres zu präsentieren; und der Öffentlichkeit kam er durch seine Ähnlichkeit mit einem großen Waldsäugetier ins Gehege. ‚Ursus palatinus’, so nannten ihn die Biologen der rechten Presse. Die Hetzjagd erreichte ihren Höhepunkt, als Beck vorschlug, man müsse in Afghanistan mit gemäßigten Taliban verhandeln. Das Gelächter soll damals bis Kundus zu hören gewesen sein. Der Naivbär aus der Simpelpfalz, hieß es überall, und was sei denn bitte ein gemäßigter Taliban? Einer, der mit Kieseln steinigt?

 

Letztes Jahr hat dann just Barack Obama Becks Vorschlag wiederholt. Manchen CDUlern ist jetzt noch schwindlig, so schnell drehte sich ihre Meinung: „Gemäßigte Taliban, natürlich!“ Zu dem Zeitpunkt hätte Obama auch die weltweite Ächtung des Spargelanbaus fordern können, Angela Merkel hätte die Bundeswehr nach Schwetzingen geschickt.

 

Der Klassenstreber der Bundesregierung muss selbstverständlich noch eins draufsetzen. Guido Westerwelle hat jetzt ein Aussteigerprogramm für reumütige Taliban angekündigt. Da bin ich gespannt, wie das ankommt: Wenn ein bartloser homosexueller Westeuropäer mit evangelisch-kapitalistischem Bekenntnis einen Islamisten dazu auffordert, seinem Glauben abzuschwören. Der Islam kennt ja auch einen Teufel. Und dieser Teufel, Schaitan heißt er im Islam, ist dadurch charakterisiert, dass er von sich sagt, er sei besser als die anderen Geschöpfe Gottes, weil er nicht aus Lehm, sondern aus Feuer gemacht wurde; also mit anderen Worten: eine überhebliche warme Luftnummer. Und eine, die die Menschen in Versuchung führt.

 

Vor diesem Hintergrund stelle ich mir vor, wie ausgerechnet Guido Westerwelle mit ein paar Euro in der Hand in Kandahar für die Abkehr vom Heiligen Krieg wirbt - mit Verlaub, da ist Scheitern vorprogrammiert.

 

Versucht werden sollen die Taliban übrigens nicht nur mit Geld, sondern auch mit Jobs und Ausbildungsplätzen - Dingen, die die Bundesregierung den Deutschen seit Jahren vorenthält. Jetzt wissen wir endlich, warum: Die freien Arbeitsstellen brauchen sie für missionierte Mullahs. Wo kämen wir da hin, wenn so ein Konvertit den Sprengstoff-Gürtel von sich wirft, nur um dann vor der ARGE zu stehen?

 

Arbeitslos und Taliban, schlimmer kann es kaum kommen: Man gilt als Schmarotzer, aber darf auch nicht saufen. Dazu nicht die geringste Altersvorsorge - Selbstmordattentäter haben ja nie in die Rentenkasse eingezahlt. Aber wer sich heute nicht in die Luft sprengt, ist der Sozialfall von morgen. Das ist gesellschaftliches Dynamit! Wir haben die Erfahrung doch gemacht: Vor zwanzig Jahren hat die Bundesrepublik schon mal 18 Millionen Aussteiger aufgenommen, von denen sind viele immer noch arbeitslos. Und dementsprechend sieht's im Osten aus. In manchen Gegenden können Rentner froh sein, dass die Wildtiere zurückgekehrt sind; sonst hätten sie gar nichts auf dem Teller.

 

Das darf nicht noch einmal passieren. Die naiven Amerikaner haben den Ernst der Lage natürlich wieder nicht begriffen: Der Hindukusch, ein neues Vietnam - lächerlich! Nur Guido Westerwelle weiß, worum es wirklich geht: Afghanistan darf kein zweites Brandenburg werden! Wir brauchen versicherungspflichtige Vollzeitjobs für jeden Islamisten, der nichts mehr anstellt. Nichtstun muss sich wieder lohnen! Und die Wildtiere können zuhause bleiben, in der Simpelpfalz.

 

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