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Freitag, 25. Mai 2012 | 16:02

 

Buchmesse 2006: Schwerpunktland Indien

06.10.2006

 
Pendler zwischen den Welten

Auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse zeigt sich ein vor Kraft strotzender junger literarischer Kontinent, der nur noch darauf wartet, von seinen Lesern entdeckt zu werden. Titel stellt Ihnen einige der bemerkenswertesten Bücher indischer Autoren vor.

 

„Früher fiel allen zum Thema Indien immer nur Armut ein“, sagt Kiran Nagakar, der zu den bemerkenswertesten indischen Schriftstellern der Gegenwart gehört. „Heute assoziiert man uns mit Informationstechnologie oder mit Indien auf dem Sprung.“ Tatsächlich ist Indien ein Land voller Spannungen und Gegensätze, ein Schmelztiegel aus ultrareich, bettelarm, Hightech und Dreck.

Wie zeigt sich hier die indische Literatur? Wie schreiben indische Autoren und Autorinnen heute über das Land, in dem sie leben? Tatsächlich spiegelt sich das Indien von heute in seiner Literatur, mitsamt seinen vielen schrillen Realitäten. Fernab einer postkolonialen Haltung westlichen Denkens hat sich im Indien der Neuzeit eine Literaturszene entwickelt, die nach einer eigenen Identität sucht. Außerhalb alter Traditionen und sozialer Strukturen, jenseits des kommerziellen Literaturbetriebs, hat dort ein literarisches Ereignis stattgefunden, das einem verstaubten Westen Unerwartetes zu bieten hat.

In der zeitgenössischen indischen Literatur finden sich vielschichtige Themen, die auf spannende Weise das gesellschaftliche Leben eines unbekannten Planeten reflektieren. Titel stellt Ihnen einige der bemerkenswertesten Bücher indischer Autoren vor.


 Cornelia Zetzsche (Hrsg.): Geschichten aus dem modernen Indien

Wer sich Indien literarisch annähern will, dem wird dieses Buch eine gute Unterhaltung sein.







Suketu Mehta: Bombay. Maximum City

Suketu Mehtas spannende Reportagen bieten genau recherchierte Einblicke in die Macht und Ohnmacht einer Mega City.







 Vikram Chandra: Der Gott von Bombay

Chandra ist einer dieser Autoren, die keine Hemmungen haben, eine Geschichte auch mal breit zu machen – was er mit seinen Vorgängerromanen bewiesen hat, treibt er nun zur Perfektion und legt einen Stadtroman vor, der dem riesigen Bombay gerecht wird.




 Vikas Swarup: Rupien! Rupien!

Das Märchen vom ahnungslosen Kellner, der es zum milliardenschweren Wohltäter bringt, ist ein ebenso unterhaltendes wie erschütterndes Sittenbild Indiens.






 Shashi Tharoor: Bollywood

Shashi Taroors Roman Bollywood schaut nicht nur hinter die Kulissen, sondern ist zugleich ein scharfes, tiefgründiges Porträt der indischen Gesellschaft.






 Altaf Tyrewala: Kein Gott in Sicht

Schlächter und Poesielehrer, Drogendealer und Geschätsmänner lernt man unter anderem kennen bei dem Zug durch Mumbai, den Tyrewala mit seinem Roman für den Leser unternimmt. Die entstehende Stimmenvielfalt verwaltet er sehr geschickt.




 Arvid Krishna Mehrotra (Hrsg.): Indische Dichter der Gegenwart

Mit der Anthologie Indische Dichter der Gegenwart bekommen die Leser und Leserinnen eine überschaubare und spannende Einführung in die indische Poesie.

Unser Lieblingssufi live!!

06.06. Aachen, Musikbunker
07.06. Hannover, Musiktheater Bad
19.06. Hamburg, Uebel & Gefährlich
20.06. Berlin, Gretchen
21.06. Leipzig, UT Connewitz
22.06. ...

Dichter und Diplomat

»Ich erzähle von Dingen, die mich sehr stark geprägt haben. Zum Beispiel, der Spanische Bürgerkrieg aufgrund der vielen Republikaner, die in Mexiko Zuflucht suchten und die ...

»Die Wahrheit ist ein scheues Kind ...«

Mit dem Roman Tannöd begann 2006 die erstaunliche Karriere der Andrea Maria Schenkel. Der Nachfolger, Kalteis (2007), bewegte sich noch ganz im Dunstkreis des erfolgreichen ...

Elektronische Findlinge

Aus dem Harz oder vom Bosporus – viele Wege führen in eine der zeitgenössischen Kreativ-Metropolen für Top-Produzenten elektronischer Musik ...

Back for good

Zwei interessante Wiederveröffentlichungen aus den 70ern, vorgestellt von TOM ASAM.

Öko oder Nazi - Hauptsache Pirat!

Die gute Nachricht zuerst: Die Polizei hat diese Woche bei einer Razzia in Nordrhein-Westfalen zwanzig Wohnungen durchsucht und drei Rechtsextreme im Alter zwischen 18 und  20 Jahren ...

Vorschlag zur Güte

Reiß mir bitte reiß mir doch

in meinen Etat ein Loch

stopf zwei drei deiner Sorgen rein

und bald wird wieder Frühling sein

Valium im schwarzen Anzug

Die MIB-Filmreihe von Regisseur Barry Sonnenfeld komplettiert sich nun zur Trilogie und tischt dem Zuschauer das Alte vom Vortag nochmal neu auf – nur diesmal in 3D. Lasst euch vom ...

Ecce Homo

»Siehe, der Mensch!« - so wird allgemein Ecce Homo übersetzt. Napoleon soll Ähnliches zu Goethe bei ...

Licht wo zu viel Schatten lag

Jetzt mal ehrlich, das Buch Fifa-Mafia von Thomas Kistner ist keine einfache Kost. Zu ungebremst und schnörkellos werden einem hier schallernde Fakten um die Ohren gehauen. ...

Lämmer in der Obhut von Wölfen

Das europäische Mittelalter war nicht gut zu Frauen – zumindest wenn wir heutige Kriterien anlegen. In jedem Fall aber war es eine schlechte Zeit für die wenigen Frauen in ...

Götter verstehen keinen Spaß

Wenn Shakespeare sich in der griechischen Mythologie bedient und den blindes Seher Tiresias zum Helden eines seiner Stücke gemacht hätte, der Inhalt hätte durchaus so aussehen ...

Raubbau an Körper und Seele

In Stiche erzählt David Small die Geschichte seiner Kindheit und Jugend im wissenschaftshörigen Amerika der ...

No sleep till Pixel

Auf einem gewissen Panel der diesjährigen re:publica lief RUDOLF INDERST dem Berliner Dennis Liebzeit ...

Is it the end...my friend?

Nach dem Ende des dritten Teiles der Mass-Effect-Trilogie ist es Zeit,, völlig nüchtern Bilanz zu ziehen: RUDOLF INDERST will vollkommen sachlich über ein Spiel-Dreigespann ...

Kind sein, der moderne Vollzeitjob

Nur das Beste für das Kind, wer wünscht sich das nicht? Vorhalten soll das Beste auch, vorzugsweise ein Leben lang. Dafür müssen Grundlagen gelegt, das Kind rundum ...