Am Anfang der Geschichte steht die präzise Zeichnung eines B-29-Bombers der amerikanischen Armee. Es ist die Enola Gay, die die erste über bewohntem Gebiet gezündete Atombombe abwarf und damit zwar den Zweiten Weltkrieg im Pazifik beendete, aber auch die Tore zur Hölle, zur Möglichkeit der Selbstvernichtung der Menschheit, aufstieß.
Das Bild des Atompilzes ist hernach zu einer furchteinflößenden Ikone des 20. Jahrhunderts geworden, schlicht auch aus dem Grund, dass eine Zigtausende Grad heiße Explosion und die ihr folgende Druckwelle nur wenig Zeugnisse zurücklassen. In einem weiten Umkreis herrscht totale Zerstörung, die Opfer sind furchtbar entstellt.
Diese Bilder verfolgen in Kaplan & Masson den Atomphysiker Alfred Bernstein bis in seine Albträume und lassen ihn nächtens aufschrecken. Schließlich war unter anderem er es, der durch seine theoretischen Arbeiten die Konstruktion der Bombe erst ermöglichte. Er ist nach Paris gekommen, um vor der UNESCO eine Rede zu halten und das »Notkomitee der Atomwissenschaftler« vorzustellen. Sein Ziel ist es, die Weltöffentlichkeit ob der nuklearen Bedrohung aufzurütteln. Kurz darauf ist er tot.
Dass es sich nicht um einen Selbstmord handeln kann, ist schnell klar. Deshalb übernehmen Colonel Étienne Kaplan und der Physiker Nathan Masson sowohl die Ermittlungen zu dem Fall wie auch die weitere Durchführung von Bernsteins Idee, eine große Konferenz abzuhalten. Doch dabei müssen sie sich beeilen, denn ein Unbekannter tötet systematisch alle, die bei der Konstruktion der Bombe geholfen haben. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.