Roter Stern
Busiek inszeniert den Gegensatz Götter / Menschen als Klassenkampf. Dieses Motiv erscheint nach dem nihilistischen Gemetzel aus Der Preis des Vergessens ziemlich abrupt und unvermittelt, was man zunächst als Bruch gegenüber der bisher eingeschlagenen Linie empfindet. Erst bei der nochmaligen Lektüre des ersten Bandes bemerkt man, dass hier bereits auf die kommende Entwicklung vorbereitet wurde. Nicht zuletzt die Tätowierung auf Redhands Schulter, die einen geflügelten roten Stern zeigt, ergibt plötzlich erstmals Sinn. Redhand hatte mit seinem Gedächtnis wohl auch seine sozialistischen Überzeugungen verloren, besinnt sich nun aber wieder. Vor allem die Entdeckung, dass die Götter identisch sind mit den Herrschern der hoch technologisierten Welt, gegen die er schon früher rebelliert hatte, bringt ihn zurück auf seine alte Bahn. Offensichtlich wurden die Herrscher also durch den mysteriösen Anschlag im Prolog von Der Preis des Vergessens nicht getötet, sondern zu Göttern transsubstantiiert. Redhand beschließt, diesen Umstand zu korrigieren. Wie Redhand das machen will, lässt Busiek aber zunächst noch offen.