Die minimalistische Gestaltung von Ein Mann geht an die Decke findet ihre inhaltliche Entsprechung in der Würdigung von scheinbar unbedeutenden Details des Lebens, von Alltagserfahrungen. Als Franz Fink auf den ersten Seiten von seiner Arbeit nach Hause fährt, in eine von seiner Frau mit Kisten völlig zugestellte Plattenbauwohnung, sind ein paar Panels der U-Bahn Fahrt gewidmet.
Auf engstem Raum stehen hier gesichtslose Männer mit Hüten, dicke Frauen mit Einkaufstüten und Hund, sowie Punks und Walkman hörende Mädchen aneinandergedrängt. Das obligatorische Noch-Näher-zusammengedrückt-Werden beim Bremsvorgang der U-Bahn wird von einem Fahrgast mit den Worten: „Alter, mach dich dünn!“ kommentiert. Solcherlei Szenen spielen sich wohl in hundert U-Bahnen der Welt täglich hundert Mal ab, und doch schafft es Greve hier ganz viel Berliner Gefühl zu vermitteln. Wie sehr Franz Fink ein Teil Berlins, und wie sehr Berlin ein Teil von ihm ist, das versinnbildlicht Greve mitten in Franzens Gesicht.