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Freitag, 25. Mai 2012 | 15:27

Paulas Tipp - Comics für Kinder & Jugendliche

23.09.2010

Viele Streichhölzer und ein Wohnungsplan

Pünktchen und Anton ist bereits das zweite Kinderbuch von Erich Kästner, aus dem Isabel Kreitz einen liebevoll gezeichneten Comic im Stil des Kästner-Illustrators Walter Trier gemacht hat. PAULA FRANK (10 Jahre) hat den Comic probegelesen.

 

Pünktchen, eigentlich Luise Pogge, verkauft Streichhölzer auf einer großen Brücke in Berlin. Jeden Abend geht sie mit ihrem Kindermädchen Frau Andacht dorthin, wenn ihre Eltern, die davon nichts wissen dürfen, außer Haus sind. Da ihre Eltern sehr reich sind, gehen sie fast jeden Abend irgendjemanden besuchen oder ins Theater. Pünktchens Freund Anton steht immer auf der anderen Seite der Brücke und verkauft Schnürsenkel, um Geld für seine kranke Mutter zu verdienen.

 

Das Geld, das Pünktchen verdient, würde sie Anton gerne geben, aber Frau Andacht nimmt es ihr immer wieder ab. Das Kindermädchen gibt das Geld Robert, ihrem Bräutigam. Robert kommt den beiden Kindern ziemlich seltsam vor. Was hat er mit dem Geld vor? Außerdem hat das Kindermädchen einen Plan von dem Haus der Pogges gezeichnet. Was führen die beiden im Schilde?

 

Jungkritikerin Paula Frank (mit Huhn) Jungkritikerin Paula Frank (mit Huhn)

Pünktchen in Strichen

Die Antworten bekommt ihr in Pünktchen und Anton, der witzigen Geschichte von Erich Kästner. Der spannende Kriminalfall wurde von Isabel Kreitz zu einem bunten Comic verarbeitet. Ihre Bilder sind lustig und man kann auf ihnen viele alte Dinge sehen, zum Beispiel alte Autos und Telefonzellen. Da die Geschichte von Erich Kästner 1931 geschrieben wurde, sieht auf den Bildern alles so aus wie in dieser Zeit. Die Personen tragen oft Hüte oder lustige Brillen. Man kann am Gesichtsausdruck der Leute immer gut erkennen, wie sie gestimmt sind, obwohl die Gesichter nur aus Punkten und Strichen bestehen.

 

Pünktchen und Anton ist schon der zweite Comic von Isabel Kreitz nach einem Buch von Erich Kästner. Der erste, Der 35. Mai, wurde 2008 auf dem Comic-Salon in Erlangen mit dem Max-und-Moritz-Preis als beste Veröffentlichung für Kinder ausgezeichnet. Das Buch ist für alle Leser ab neun Jahren sehr zu empfehlen.


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