Hochmut des Karrieristen
Eigentlich könnte sich Professor Jack Stanton glücklich schätzen. Er ist jung und gut aussehend, nennt ein schnelles Auto und eine schicke Appartementwohnung in Manhattan sein Eigen und hat eine steile Karriere als Archäologe vor sich. Für Jack ist dies jedoch eine Selbstverständlichkeit. Nach seinem Dafürhalten hat er sich das alles redlich verdient. Doch Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall, und dieser führt bei Stanton umso tiefer hinab.
Auf der Rückfahrt von einem Interview stürzt er durch Raum und Zeit. Nach dem Aufprall liegt sein geliebtes New York als Geisterstadt vor ihm. Die letzten Überlebenden der menschlichen Zivilisation halten den Professor für einen Propheten, der sie aus dem Unheil führen soll. Jack Stanton wähnt sich in der Zukunft. Wie sich herausstellt, ist Jacks Gier nach beruflicher Anerkennung für die Katastrophe verantwortlich. Durch seine jüngste Entdeckung im Himalaja setzte er Mächte frei, die besser für immer geruht hätten.
Neu ist dieser Plot um einen hochmütigen Karrieristen, den erst ein Schicksalsschlag zur Räson bringt, keineswegs. Auch die Figur des Erlösers wider Willen kennt man bereits. Dennoch ist die Geschichte solide erzählt. Den Kritikern, die nicht müde werden, Mathieu Lauffray das schriftstellerische Talent abzusprechen, muss entgegengehalten werden, dass der zweite Band deutlich besser erzählt ist. Der erste, an dem Xavier Dorison noch mitschrieb, wirkt hingegen häufig fahrig und unentschlossen, in welche Richtung er letztendlich steuern will.