Zwischen Einfallsreichtum und Abgedroschenheit
Wie schon im ersten Band folgt der Leser den Erlebnissen der Geschwister Niffi und Gustav. Im Museum treffen sie auf allerlei seltsame Kumpane wie einen anarchistischen U-Boot-Kapitän, schriftstellernde Kaninchen und den Kammerjäger Adolf Hitlers – einen Mistkäfer. Sie erleben Abenteuer in fernen Galaxien oder in einer Unterwasserwelt, die von Nazi-Karpfen bevölkert wird. Der Einfallsreichtum, mit der der Autor den musealen Raum und dessen Figureninventar lustvoll ins scheinbar Unendliche erweitert, ist durchaus originell. Die Pointen zünden hingegen in den seltensten Fällen.
Die Versuche, Komik durch absurde Situationen oder das Nebeneinanderstellen von Erhabenem und Profanem zu erzeugen, wirken bemüht. Am gelungensten sind noch die Passagen um das Institut für Schlafforschung. Wenn der Institutsleiter nicht zu sprechen ist, da er gerade schläft und keinesfalls geweckt werden darf, weil er sich in einer wichtigen Besprechung befindet, erahnt man die Richtung, die Bandel wohl gerne mit seinen Gags eingeschlagen hätte. Zu häufig münden die Panels jedoch in ein abgedroschenes, zu nahe am Kalauer gebautes Wortspiel, das nur ein müdes Lächeln hervorruft.