Weiter wie gehabt
In den einzelnen Episoden, die sich quasi ausschließlich der Ausübung der körperlichen Liebe an diversen mehr oder weniger öffentlichen Orten widmen, wird die Geschichte der beiden Stück für Stück weitererzählt. Die Charakterzeichnungen bleiben dabei genauso wenig blass wie die schön kolorierten Bilder – auch wenn sie deutlich weniger Konturen als die realistisch gezeichneten Körper der Protagonistinnen aufweisen.
Diese hegen weiterhin ihre zwischendurch auftretenden Selbstzweifel und plagen sich mit Versagensängsten herum – vögeln sich diese mit der gleichen Beständigkeit wie im ersten Band aber wieder weg. Dabei darf man der Reihe aufgrund ihrer wenig zurückhaltenden, jedoch glücklicherweise nicht übertriebenen Darstellungen, die mit gelungenen, auf plumpe Verbalerotik verzichtenden Dialogen kombiniert sind, das Etikett »erotisch« zweifellos beimessen.
Von der Vorgeschichte der beiden, die ihre zwar simpel, aber keineswegs banal gestrickte emotionale Entwicklung ein wenig erklären soll, bekommt man als Leser auch wieder ein Stückchen serviert. Und was sich im ersten Band angebahnt hat, findet nun im zweiten seine Erfüllung: Zwischen dem regelmäßigem Sex der eigentlich lediglich »besten Freundinnen« machen sich die beiden regelmäßig ihre festen Freunde betrügenden Girls diesmal sogar ein Liebesgeständnis, wenn auch nur eher beiläufig. Na also, meine Damen!