Pierre Dragon ist zurück! Nach seinem überaus gelungenen Einstand als Comic-Autor hat der Mann, der tatsächlich bei der französischen Geheimpolizei arbeitet, in Wirklichkeit aber wahrscheinlich auf einen etwas weniger griffigen Namen hört, nun den zweiten Band der Reihe RG vorgelegt: Bangkok-Belleville, Für die zeichnerische Umsetzung ist wieder der Schweizer Frederik Peeters verantwortlich. Eine gute Entscheidung, denn was für den Profisport gilt, trifft auch auf Serien zu: Never change a winning team!
Diesen Leitspruch nimmt sich auch jener Pierre Dragon zu Herzen, der im Comic als Alter Ego des französischen Polizeibeamten, dessen wahre Identität wir nicht kennen, fungiert: Er hat seine alten Kollegen in das fünfköpfige Team berufen, dessen Leitung ihm übertragen wurde, nachdem er den Fall, von dem der erste Band gehandelt hat, erfolgreich abschließen konnte.
Somit hat man es bei Bangkok-Belleville wieder mit einigen alten Bekannten zu tun. Und obwohl hier erst der zweite Band einer Serie vorliegt, meint man, bereits enorm viel über die Protagonisten zu wissen. Dies verdankt die Serie dem der Authentizität verpflichteten Storyboard der gebotenen Kriminalfälle. Die einzelnen Figuren, die bekannten und die neu vorgestellten, sind tatsächlichen Existenzen glaubhaft nachempfunden, und überhaupt ist man bei RG verdammt nahe an der Realität des Polizeialltags dran. Wie viel Fiktion hier der Faktizität polizeilicher Ermittlungsarbeit beigemengt ist, kann man natürlich nur erraten, aber dass sich die Erzählung eng an der Wahrheit entlang hangelt, fällt einem nicht schwer zu glauben.