Keine Frage, diese Anthologie ist von Frauen für Frauen – was selbstverständlich nicht bedeutet, dass die liebevoll erzählten Geschichten den Herren der Schöpfung verschlossen bleiben sollten. Trotzdem sind es ausschließlich Heldinnen, mit denen wir auf eine Reise – oft durch die Zeit – gehen. Wir lernen die Menschen kennen, die ihnen wichtig sind und waren; ganz nebenbei werden wir auch auf unser eigenes "Familiensilber" aufmerksam gemacht. Vor allem die Großmütter stehen als starke Frauen häufig im Vordergrund.
In El Tango de la Familia geht es um deutsche Einwanderer nach Südamerika, während wir in Kapitän Irmina zusammen mit der jungen Barbara das Leben ihrer verstorbenen Großmutter erforschen. Die Enkelin von Frida erzählt uns vom Leben in der DDR und in Der Papa erfahren wir von den Problemen einer jungen Mutter. Malzbier im Hof zeigt, dass zur Familie nicht nur unmittelbare Verwandte gehören, sondern Menschen, die wir in unser Herz geschlossen haben, und Gundula nimmt uns mit auf eine abenteuerliche Reise nach New York.