Unzuverlässige Mitspieler, Bräute, die nicht dichthalten, und jede Menge Dilettanten
Verbrechen ist Vertrauenssache ist – wie alle Parker-Bücher – ein Fest für Freunde hintersinniger, blendend geschriebener Gangsterromane. Der Held eiskalt, der Plot raffiniert, die Sprache schlicht – kein Wort zu viel, kein Wort zu wenig. Wechselnde Schauplätze, Freunde, die zu Schurken werden, und Frauen, auf die man stets ein Auge haben sollte. Schnelle Dialoge, beißende Ironie, jede Menge Coolness und eine Prise Zeit- und Gesellschaftskritik. Das Ganze nicht geradlinig erzählt, sondern auch Vor- und Rückblenden riskierend – allerdings mit Maß, denn man will den Leser, für den solches ungewohnt ist, ja nicht verschrecken.
Erneut kann man nur staunen, mit welcher Leichtigkeit Richard Stark einen Roman zu komponieren verstand. Wie da eines zum anderen passt, die Dinge ineinandergreifen, Kontraste gesetzt werden, Spannungsbögen aufgebaut. Wie Figuren Plastizität bekommen, ihr Denken und Handeln mit wenigen Worten verständlich gemacht wird. Und wie auch das Klischee, das Erwartbare seinen Raum bekommt, auf dass die Fantasie des Lesers arbeiten kann.