Durchkämpfen!
Clemens J. Setz greift tief in die Trickkiste der Sprachschmankerl. So zitiert er aus einem „Konversationslexikon der Jenseitsmythen“, das es gar nicht gibt (schade eigentlich), zeigt uns Zeitungsartikel, Annoncen und Briefe (frei erfunden) und schreibt Kapitel aus Schulaufsätzen, Parabeln und einseitig geführten Telefongesprächen. Eines ist sicher: Langweilig wird es nicht. Wir befinden uns auf einer Woge aus geschickten Sprachbildern durch eine faszinierende Welt, in der alles seinen unabdinglichen Wert hat, sei es nun eine Steckdose, eine Litfasssäule oder eine streunende Hündin. Sicher. Warum nicht?
Ein Wälzer, bei dem es sich lohnt dranzubleiben, sich durchzukämpfen und schließlich die Belohnung einzuheimsen, mehr zu wissen über Väter und Söhne, über die Sorgen anderer, über die kleinen Dinge des Lebens. Auch wenn eine echte, spannende Handlung ausbleibt, ist dieses Buch wie „ein Riss, breit und unübersehbar, mitten in der Wirklichkeit“.