Pechmanns Bücherasyl
Das Haus des Bücherdiebs kann damit als eine Initiative für den Erhalt des geschriebenen Blattes gelesen werden. Schon seinen ersten Roman, Die Bibliothek der verlorenen Bücher, widmet Alexander Pechmann den verstoßenen Büchern, die kein Mensch lesen will oder die nur in verschrobenen Kunstgeistern existieren. Der Herausgeber und Übersetzer (u.a. Mary Shelley und Herman Melville) ist beinahe ebenso ein Büchernarr wie seine Figuren. Von dieser Leidenschaft getrieben gründet er das Haus des Bücherdiebs.
In diesem Haus stehen die brüchigen Büchertürme, die die armen Brüder Collyer erschlagen haben. Dort stehen die Bücher, für die Don Vincente über Leichen ging. Die Bücher, die Virginia Woolf eigens mit ihrer Handpresse gedruckt hatte. Selbst der „Familien-Shakespeare“ der anständigen Henrietta Bowdler, die auf Gummi gedruckte Odyssee Homers für die Badewannenlektüre und die Manuskripte Aristoteles, die ihre ganz eigene Odyssee in das Haus führte. Alexander Pechmann hat hier ein Asyl für Bücher in Not erbaut.