Durch Raum und Zeit ...
So stammt der erste Text aus der Feder des Erfinders der Chronologie – von Herodot, der um 450 v. Chr. seinen Landsleuten von Ägypten berichtet. Eine der ersten Reportagen nach klassischem Vorbild ist eine Aufzeichnung Platons, die den Tod des Sokrates zum Thema hat. Dem folgen Schriften von Gaius Julius Caesar, von Strabo, der von seinem Besuch Babylons berichtet, und von Tacitus, der als Erwachsener schreibt, wie er als Neunjähriger Rom in Flammen hat aufgehen sehen, bis man bereits nach einem Zehntel der 684 Seiten mit einem Auszug aus der einzig bekannten zeitgenössischen Biografie Karls des Großen im europäischen Mittelalter angelangt ist.
Man begleitet Heinrich IV. bei seinem Gang nach Canossa, Kolumbus auf seiner Fahrt über den Atlantik und findet sich mit Überlebenden des Titanic-Unglücks im Rettungsboot wieder. Man atmet den Pesthauch Londons anno 1665, bekommt von Voltaire die Praxis der Pockenimpfung vermittelt und lässt sich von gern verdrängten Berichten über die Sklavenhaltung in der sogenannten Neuen Welt erschüttern. Man steht Seite an Seite mit Schweizer Gardisten beim Verteidigen der Bastille, wohnt dem Attentat auf Lincoln bei und blickt Hemingway über die Schulter, als dieser – in seiner Funktion als Kriegsberichterstatter – in Paris einmarschiert.