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Freitag, 25. Mai 2012 | 22:21

 

Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders

25.07.2005

 
Bewährt gute Ware aus Edinburgh

Ein Serienmörder bekommt einen Nachfolger und John Rebus muss sich beeilen, um den alten und den neuen Frauenmörder zu finden.

 

Soeben ist Rankins „Das Souvenir des Mörders“ auf deutsch erschienen (Original „Black & Blue“ schon 1997). Die Erwartungen an den schottischen Bestsellerautor sind hoch und werden auch größtenteils erfüllt.
Echte Rankin-Fans werden auch diesen Roman mögen. Bewährt gut durchdacht, professionell erzählt und sauber gestrickt. Mit wenigen Überraschungen in der Handlung, dafür mit gut ausgearbeiteten Figuren und vor allem der sympathischen Hauptfigur John Rebus.

Auf der Suche nach einem mörderischen Nachahmer

Diesmal muss der einsame Detective John Rebus nach einem brutalen Frauenmörder suchen, der offensichtlich auf den Spuren Bible Johns wandelt, welcher Jahrzehnte vorher Frauen brutal misshandelte und erwürgte. Der alte Bible John kann’s nicht gewesen sein, auch wenn die Morde seine Handschrift tragen. Ja er versucht sogar selbst, seinen unwürdigen Nachahmer zu stellen.

Mehr Information über den Ermittler

Über die wahren Motive des alten und des neuen Frauenmörder erfährt man leider wenig, dafür umso mehr über die Befindlichkeit des Detective Rebus. Aber das genau ist ja das Markenzeichen aller Romane von Ian Rankin. Das Hauptaugenmerk liegt wie immer auf der Person des Ermittlers. Streckenweise kommt es einem so vor, als ob die Kriminalfälle nur Beiwerk für die Lebensgeschichte Rankins wären. Gerade deswegen würde man sich ein chronologisches Erscheinen der Rebus-Romane wünschen. Im Leben des Detective tut sich zwar nicht viel, aber einige Entwicklungen sind doch vorhanden.
„Das Souvenir des Mörders“ ist der achte Rebus-Roman, der chronologisch letzte auf Deutsch ist bisher „Die Kinder des Todes“ (Nummer 14), für den Rankin den Deutschen Krimipreis 2005 erhielt. Da gerade drei weitere Übersetzungen geplant sind (Nummer 9: „Die Sünden der Väter“, Nummer 10: „Dead Souls“ und Nummer 15: „So soll er sterben“), wird hierzulande der Rebus-Stoff nicht so schnell ausgehen.

Maria-Bernadette Ehrenhuber


Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders.
Ins Deutsche übersetzt von Giovanni Bandini.
Goldmann
Taschenbuch, Erstausgabe. 448 Seiten, 9,95 Euro.
ISBN: 3-442-44604-X

 

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