FBI-Agent Mark Benford (Joseph Fiennes) erwacht in einem umgestürzten Fahrzeug. Um ihn herum herrscht Chaos – Hochhäuser brennen, Autos explodieren und Menschen schreien. Panik und Ratlosigkeit spiegeln sich auf den blutüberströmten Gesichtern in seiner unmittelbaren Umgebung. Was ist passiert? Auf der eilig einberufenen Notstandssitzung des Federal Bureau of Investigation erfährt der Zuschauer, dass ein globales Phänomen das Bewusstsein der Weltbevölkerung für 137 Sekunden in die Zukunft katapultiert hat. Dieser Vorfall kostete 20 Millionen Menschen das Leben – allein in den USA sind 877 plötzlich führerlose Flugzeuge abgestürzt.
Da Agent Benford in seiner Zukunftsvision an der Aufklärung genau dieses Falls gearbeitet hat – oder besser, arbeiten wird – richtet das FBI eilends eine Datenbank namens „Mosaik“ ein, die in eben jener Vision als Plattform für den Austausch über das Gesehene genutzt wurde, bzw. wird. Hat Benford dadurch aktiv an der Erfüllung seiner Zukunftsvision teilgehabt, oder wäre er ohnehin mit dem Fall betraut worden? Viele Menschen schöpfen große Hoffnung aus dem Gesehenen. Aber was ist, wenn der Blick in die Zukunft weniger schön war? Und was ist mit den Menschen, die gar keine Vision hatten? Haben sie nur geschlafen, oder bedeutet das, dass sie in einem halben Jahr nicht mehr am Leben sein werden?
Ähnlich der Serie Lost (in diesem Jahr läuft die finale Staffel) wirft FlashForward mehr Fragen auf, als beantwortet werden. Schon der Pilot steht einer großen Hollywoodproduktion in nichts nach. Das Ausmaß der Zerstörung durch bewusstlose Flugzeug- oder Helikopterpiloten, Autofahrer und Ärzte inmitten einer Notoperation jagt beeindruckende Schauer über den gebannten Zuseher, der genauso verstört ist wie die Akteure auf dem Bildschirm.