Thomas Kistner: Fifa-Mafia Frankie Chavez: Family Tree TATORT (SR) - Skalpell (28.05.2012) Andrea Maria Schenkel: Finsterau David Small: Stiche. Erinnerungen "Bacon Talks": Frankfurts Schauspielintendant Oliver Reese schreibt ein Stück und inszeniert
Freitag, 25. Mai 2012 | 21:03

 

Antje Damm: Was ist das? (ab 4)

03.03.2006

 
Rätselhaftes

Zweiundzwanzig Mal fragt Antje Damm „Was ist das?“ und lädt Kleine und Große zum vergnüglichen Mitraten ein.

 

Akuter Mangel an Hund-Katze-Maus-Ratebüchern für die Jüngsten besteht auf dem Bilderbuchmarkt nun eigentlich nicht. Trotzdem fällt das quadratische Knobelbuch aus dem Rahmen. Zunächst werden die Großen geködert. Zweiundzwanzig Mal auf der linken Buchseite „Was ist das?“ zu lesen, mag ermüdend klingen. Ist es aber nicht.

Typographisch erwartet uns ein echter Leckerbissen: Schrift aus Karottenscheibchen oder roten Chilischoten, Schreibschrift im Sand oder Druckbuchstaben aus Niveacreme, leuchtend rote Ketchupbuchstaben, eine Serifenschrift aus Semmelbröseln, Krakeliges in Frottee gestickt oder aus winzigen Blättchen gelegte Schriftzüge: zweiundzwanzig echte Hingucker auf kontrastfarbigem Hintergrund. Dazu auf der benachbarten Seite das Rätsel. Ein Tannenzapfen. Aber was könnte das noch sein? Eine Wäscheklammer. Wer sieht mehr? Drei Kochlöffel. Was geschieht, wenn wir unsere Fantasie spielen lassen? Ein kleiner Tipp sei gestattet: es gilt Tiere zu erraten. Zwei Karotten? Nicht so schwierig, denn beim Thema Rübe liegt das Tier, das gern daran knabbert, nahe: der Hase. Eine Seife? Schon schwieriger. Mit ein bisschen buntem Papier wird daraus im Handumdrehen eine Eule. Vier Knöpfe auf Jeansstoff? Fast unmöglich. Wenn man allerdings die rosarote Schweinebande sieht mit ihren Knopfrüsseln ist die Sache zwingend.

Sorgfältig komponiert Damm jedes einzelne Rätsel auf je zwei Doppelseiten: links die Frage, rechts ein Alltagsgegenstand als Ausgangspunkt, den es in eine Tierfigur einzubauen gilt, links eine Leerseite und rechts die liebevoll inszenierte Lösung. Mal mit Hilfe von Papier und Stiften, mal mit Knetmasse, mal mit Gurkenscheibchen und mal mit Käse aber immer mit viel Phantasie zeigt sie uns, dass die Welt voller Überraschungen steckt. Man muss nur genau hinschauen. Bei wenigen Bilderbuchkünstlern macht das so viel Spaß wie bei Antje Damm.

Andrea Wanner



Antje Damm: Was ist das?
Ein Spiel- und Ratebuch.
Gerstenberg 2006.
Gebunden. 96 Seiten. 14,90 Euro.
Ab 4 Jahren.
ISBN 3-8067-5127-7

Götter verstehen keinen Spaß

Wenn Shakespeare sich in der griechischen Mythologie bedient und den blindes Seher Tiresias zum Helden eines seiner Stücke gemacht hätte, der Inhalt hätte durchaus so aussehen ...

No sleep till Pixel

Auf einem gewissen Panel der diesjährigen re:publica lief RUDOLF INDERST dem Berliner Dennis Liebzeit ...

Elektronische Findlinge

Aus dem Harz oder vom Bosporus – viele Wege führen in eine der zeitgenössischen Kreativ-Metropolen für Top-Produzenten elektronischer Musik ...

Valium im schwarzen Anzug

Die MIB-Filmreihe von Regisseur Barry Sonnenfeld komplettiert sich nun zur Trilogie und tischt dem Zuschauer das Alte vom Vortag nochmal neu auf – nur diesmal in 3D. Lasst euch vom ...

Galgenmännchen auf Finnisch

Freiheitsdrang und Träume können riskant sein. Wie riskant, muss der 12jährige Taifun erfahren, der zu seinem eigenen Besten in eine besondere Schule geschickt wird, dem Haus der ...

Licht wo zu viel Schatten lag

Jetzt mal ehrlich, das Buch Fifa-Mafia von Thomas Kistner ist keine einfache Kost. Zu ungebremst und schnörkellos werden einem hier schallernde Fakten um die Ohren gehauen. ...

Mathias Tretter möchte nicht dein Freund sein - Tourplan 2012

»Kabarettisten sind von der schnellen Truppe, zumal solche wie Tretter, die nicht dem allfälligen Comedy-Genre anhängen, sondern richtiges, politisches Kabarett machen ...« ...

No sleep till Pixel

Auf einem gewissen Panel der diesjährigen re:publica lief RUDOLF INDERST dem Berliner Dennis Liebzeit ...