Freundschafts-, Sport- und Mutmachgeschichte im Fabel-Gewand
Sie sind putzig, die sieben Tierchen mit ihren vermenschlichten Gesichtszügen, der menschlichen Gestik und in ihren zeitgemäßen Kinderkleidern. Ihre Namen, Alliterationen, die allerdings im US-amerikanischen verblieben sind, sind lustig anzuhören. Die Umgebung ist harmonisch, die Farben unaufdringlich pastellig. Die Verbindung zwischen Text und Bild ist geradlinig, es gibt nichts Zusätzliches zu entdecken, keine Geschichten in der Geschichten, keine augenzwinkernde Ergänzungen. Keine Geheimnisse, nirgends.
Die Überraschungen sind hier im Alltäglichen zu finden. So ist Gracies Großmutter eine ganz moderne Frau, emanzipiert, äußerst sportlich, sehr schick gekleidet, keine Apfelbäckchen-Oma mit weißem Dutt und Kittelschürze. Bei Gracies Fahrradunterricht werden auch die negativen Seiten nicht unterschlagen. Hinfallen tut weh, wiederaufstehen übrigens auch. Man sieht das kleine Zielpublikum förmlich nicken und in leidvoller Erinnerung die eigenen Knie betasten.
Die Werbung, sich sportlich zu betätigen, kommt klar zum Ausdruck, die einseitige positive Sicht auf Leistungssport auch. Einen Ausgleich schaffen die Autorinnen, indem sie einerseits die Gemeinschaft, das Team, und auf der anderen Seite die Freundschaft betonen. Man hilft sich gegenseitig, wann immer man gebraucht wird. Das ist gerade in der Situation des großen Rennens humorvoll umgesetzt. Die heikle Frage des Siegens ist durchdacht und recht gut gelöst, die Sympathieträgerin ist nicht automatisch die Heldin in jeder Situation. Am Ende gibt es noch ein paar knapp formulierte nützliche Informationen über Radrennen und praktische Tipps, was es beim Sport zu beachten gilt.
Ein schön gemachtes Buch und schön anzuschauen, eine freundliche Geschichte mit einem klar erkennbaren, aber freundlich geäußerten pädagogischen Anspruch.

