Denn das, was Roscoe Wizzle nach dem Genuss von Original-Gussy-Dschungelburgern zustößt, ist total unglaublich.
Ich war ein ganz normaler Junge. Das heißt, damit wir uns richtig verstehen - ich bin ein ganz normaler Junge. Aber wenn man sich erst mal in einen Käfer verwandelt hat, dann sieht alles etwas anders aus, auch wenn deine Augen und alles wieder normal geworden ist.
Jedenfalls war ich vor einem Jahr ein ganz normaler Junge. Ich ging zur Schule, machte meine Hausaufgaben, sah fern und verbrachte meine Freizeit mit Kinchy.
Das war, bevor Gussy in die Stadt kam. Die Kinder in Roseville wunderten sich schon, wo Gussy blieb, denn inzwischen gab es Gussy-Imbisse in jeder Stadt der Welt. Aber eines Tages sah man ein großes Plakat:
GUSSY IM ANMARSCH-
BALD IST ER HIER!
Gussy kommt tatsächlich, bebaut ein verwahrlostes Grundstück, das schon lange als Schandfleck galt und wird schon bald zum Lieblingstreffpunkt vieler Kinder in der Stadt. Auch Roscoe, der aufgrund der mangelnden kulinarischen Fähigkeiten seiner Eltern alles andere als verwöhnt ist, entwickelt sich zum echten Gussy-Fan und genießt Einmal täglich Dschungelburger. Der Appetit vergeht ihm allerdings bald, als er sich zu verändern beginnt und seine Freundin Kinchy ihm mit messerscharfer Logik beweisen kann, dass es Zusammenhänge zwischen seinem Äußeren und seinen neuen Essgewohnheiten gibt. Roscoe Wizzle ist dabei, zu einem Käfer zu mutieren. David Elliott wagt eine witzige Satire auf Umweltskandale, moderne Vermarktungsstrategien, mangelnde Esskultur und Habgier, die schon Kinder verstehen. Durch die temporeiche Story toben wunderliche Charaktere, die in skurrilen Situationen aufeinander treffen. Eine Aufregung jagt die andere und das kafkaeske Abenteuer hält bis zur letzten Seite originelle Überraschungen bereit.
Andrea Wanner
David Elliott: Einmal täglich Dschungelburger.Deutsch von Fred Schmitz.
Illustrationen von Volker Fredrich.
Cecilie Dressler Verlag 2002. Gebunden. 128 Seiten.
Ab 8 Jahren. 8,90 ¤.
ISBN: 3-7915-2851-3