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Freitag, 25. Mai 2012 | 22:06

Lorenz Pauli: Pippilothek??? Eine Bibliothek wirkt Wunder

03.10.2011

»Eine Pippi ... was?«

TANJA LINDAUER empfiehlt dieses Leselustmachbuch von Lorenz Pauli nicht nur den Fünfjährigen, sondern auch allen bibliophil veranlagten Eltern.

 

»Die Maus genießt die Abendstille. Doch plötzlich riecht es nach Fuchs.« Und da ist es auch schon zu spät und die Maus wird von dem Fuchs gejagt. Mit einem Sprung durch ein Kellerfenster kann sie sich gerade noch retten. Doch so leicht gibt der Fuchs nicht auf und er schafft es, sich durch ein enges Entlüftungsrohr zu quetschen. Wo ist er denn nun gelandet? Schier unendlich viele Regale türmen sich vor ihm auf, alle vollgepackt mit Büchern.

 

Der Verfolger staunt nicht schlecht und wundert sich, an was für einem komischen Ort er sich denn nun befindet. Die Maus lehnt sich nun ganz selbstbewusst gegen eines der unzähligen Bücherregale und gibt dem Fuchs zu verstehen, dass er hier störe. Schließlich sind sie nun in einer Bibliothek. »Eine Pippi... was?«, fragt der Fuchs. Und so lernt der Fuchs von seinem vermeintlichen Abendessen, für was eine Pippilothek überhaupt gut ist. Schnell wird klar, dass die Maus den Fuchs mit Büchern beschäftigen kann. Der Fuchs ist ganz angetan und verliert sich auch schon in einem Bilderbuch. Am nächsten Abend treffen sich die beiden wieder. Aber ach herrje, er kann ja noch gar nicht lesen! Da muss Abhilfe geschaffen werden. Und schnell werden auch noch arme, unschuldige Hühner mit hineingezogen ...

 

Bücher als neue Beute

Sowohl die Geschichte als auch die einzelnen Illustrationen werden die kleinen Leser ab fünf Jahren sicherlich begeistern. Die Schweizer Bilderbuchillustratorin Kathrin Schärer versteht es gekonnt, die Geschichte von Lorenz Pauli kunstvoll und lebhaft nachzuerzählen. Die Kreidezeichnungen von Fuchs und Maus hält sie in warmen Farben, sodass sie sich vom nächtlichen, lediglich skizzierten Hintergrund um so deutlicher abheben. Mit nur wenigen Strichen haucht sie den beiden Tieren Leben ein, schafft es ihnen besondere Charakterzüge zu verpassen und verleiht ihnen fast menschliche Züge. Auf jeweils einer Doppelseite wird dem Leser gezeigt, wie der Fuchs sich immer mehr für Bücher und dem unaussprechlichen Ort, an dem man sie lesen und ausleihen kann, die Pippilothek, begeistert.

Ein durchweg gelungenes Lesebuch, das nicht nur bibliophilen Eltern gefallen wird.

 

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