Zunächst sei kurz das Prinzip hinter Video-Karoke – und somit auch das Spielprinzip von Yoostar 2 - erläutert: Statt eines Musikstücks gilt es eine berühmte Filmszene zu interpretieren – nur eben nicht per Gesang, sondern in Form von Acting und Dialogmitsprechen. Klingt spaßig, und das ist es auch!
Durch die genial-einfache Kinect-Steuerung, die gänzlich ohne Controllereingaben auskommt, gelingt der Einstieg ins Spiel kinderleicht: Einfache Handbewegungen, die teilweise an den Film „Minority Report“ erinnern, führen blitzschnell auf die Brücke des Raumschiffs Enterprise oder mitten in die Casablanca-Abschiedsszene in Paris. Zwar hakten die Menüs bei der Präsentation in Köln noch leicht, man versprach mir jedoch, dass dies bis zum Release irgendwann in den kommenden Wochen definitiv behoben würde.
Die einzelnen Filmszenen werden zu Beginn stets im Original gespielt und man erhält dann ausreichend Gelegenheit zum Üben. Danach tauscht man – der Kinect-Kameraerkennung sei Dank – den Platz mit dem jeweiligen Hauptdarsteller und wird mitten ins Geschehen katapultiert. Bewertet wird anhand eines Systems, das an die diversen Singstar-Ableger erinnert („Super!“, „Ausgezeichnet!“, etc.). Ist die Traumszene einmal im Kasten, kann sie nicht nur lokal gespeichert, sondern auch auf Yoostar2.com, Facebook oder Twitter veröffentlicht und dort dann von den jeweiligen Communities bewertet werden. Mal abgesehen vom gewöhnlichen Hang nach Onlineexhibitionismus birgt gerade letzteres tolle Möglichkeiten: So können Szenen vom letzten Zockabend binnen Sekunden dem Freundeskreis oder auch der ganzen Welt zugänglich gemacht werden – wenn man dies denn möchte.