Wer beim Wort »Melodie« Angst bekommt, dass Machine Head zur Altersmilde neigen, kann sich schon mit dem ersten Song I Am Hell beruhigen: Das Inferno, welches nach dem hübschen Vokalintro ausbricht, lässt keine Wünsche offen. Bis ins kleinste Detail durchdacht und auskomponiert kommt der Song auf stattliche 8:25 Minuten, von denen keine Sekunde überflüssig erscheint. Machine Head setzen voll auf Klasse statt Masse und so kommt die Platte mit gerade sieben Stücken aus. Mehr brauchten die Klassiker des Heavy Metals damals auch nicht und es wirkt so, als ob sich Machine Head davon nachhaltig beeinflusst haben lassen. Be Still And Know eröffnet mit einem Gitarrenduell in bester Iron Maiden-Manier, welches sich als Thema durch den gesamten Song zieht. Der Titel Track verbreitet eine düstere Stimmung und wird sicher ein Abräumer bei den anstehenden Konzerten werden. Ein gefühlvolles Akustikintro leitet This Is The End ein, metallicaballadenmäßig setzt die E-Gitarre ein und dann bricht die Hölle los. Geschwindigkeit, Riffing und Gesang erinnern an den Death Metal der Göteborg Schule. Im Moshpit wird der Teufel los sein.
Als Highlight und Masterpiece der Scheibe kommt Song Nr. 5 The Darkness Within daher. Das Tempo gedrosselt aber unheimlich intensiv. Als einziger Song bietet Pearls For Swine wenig Spektakuläres. Ein solider Metal Song mit dem nu-metaltypischen Obertongequitsche und fettem Schlagzeuggebollere. Zum Finale hauen Machine Head Who We Are, eine wahre Hymne, raus. Der Refrain erinnert an typischen Teutonen Heavy Metal – Helloween schauen ums Eck – und hat eine eingebaute Mitshoutgarantie! Ich sag mal: »Alles richtig gemacht« – Hellaluja!
