Scheinbar bin ich der Einzige, der zwischen den sehenswerten Untergangsszenarien am Anfang und Ende von Melancholia eher gelitten hat. Möglicherweise wäre mein Urteil besser ausgefallen, wenn mir aufgrund der ständigen Kameraschwenks nicht so kotzübel gewesen wäre. Also: Gitarren und Kotztüten für alle Bewohner von Melancholia und Mars.
Für den Anfang tuts ’ne Session mit Freunden im Wohnzimmer, um die am Folkpop geschulten Gitarrenkenntnisse an den Mann zu bringen. Seit Berlin sich aber zur Hauptstadt der Künstler gemausert hat, gibt es an einzelnen Straßenecken heute mehr nennenswerte Musikprojekte, als vor 20 Jahren im ganzen Stadtgebiet. So ist auch die Sofa Session des amerikanischen Wahlberliners Erik Penny samt Band mehr als ein Gag: Das Album ist ein gelungener Mitschnitt eines tollen Abends– quasi professionelles Demo for things to come und Liebesbeweis an Eriks Frau. Den Namen schon mal vormerken, weil: wer den Penny nicht ehrt…