Schon vor geraumer Zeit hat der dänische Produzent Anders Trentemøller das Duo Darkness Falls für sich entdeckt. Nun hat er ihm, einer EP folgend, ein Debutalbum nicht nur produziert, sondern auch tatkräftig an den Instrumenten mitgemischt. Kein Wunder, dass hier eine ähnliche Atmosphäre herrscht wie auf Trentes Mix-Cds. Es ist diese besondere Art von Stimmung, die sich hier einstellt, die so wunderbar zu einer ICE-Fahrt durch Landschaften im frühabendlichen Zwielicht passt. Wer sichs leisten kann, mag dabei auch durch skandinavische Fjorde schippern.
Klirrende 60s Twang-Gitarren, verhaltene Beats und der bittersüße Gesang von Josephine Philip stellen das Grundgerüst des Sounds dar. Besonders ins Zeug legt sich die Sängerin natürlich in dem Song, der ihren Namen trägt. In Josephine liefert sich selbige ein Gesangsduell mit Kim Las; gefilterete Pianoklänge und Gitarren schweben um den Gesang. 100 Meter Mind Dash ist mit einer starken, an The xx erinnernden Bassline durchzogen, die uns weiter dem Einbruch der Dunkelheit entgegentreibt. Ebenso gelungen der Titelsong, es ist dies nicht der einzige Track, der auch wunderbar auf dem grandiosen Soundtrack zu Lost in Translation stehen könnte. Die melancholische Stimmung dieses Filmes und seine kongeniale musikalische Untermalung ist überhaupt ein guter Anhaltspunkt, um sich diese erbauende Melancholie vor Augen zu führen. Noch besser ist es allerdings, sich Alive in us in die Ohren zu führen. Ja: die perfekte Herbstplatte.