2005 blies der gitarrenbetriebene Indierock zum bisher letzten großen Sturm und schwappte eine Vielzahl frischer Bands, die sich gerne auf die fruchtbaren Post-Punk-Jahre bezogen, nach oben. Franz Ferdinand, Maximo Park und Konsorten plus Nachahmer. Dass wir mit den Franken The Rococop Kraus eine formidable Formation in eigenen Reihen hatten, die hier locker mithielt, dürften die wenigsten bemerkt haben. Ähnlich verhält es sich mit Like A Stuntman. Bands wie Animal Collective, Subtle, Of Montreal, Panda Bear und einige mehr bescherten uns in den letzten Jahren frische Popmusik, die man vage unter eines der zeitgleich passierenden Makro-Bewegungen der zeitgenössischen Popmusik subsumieren könnte.
Wunderbare Bastelsounds, die aber gleichzeitig eine unglaubliche Frische und Wärme ausstrahlen. Rauschend, flirrend, Beach Boys aufsaugend, lebensbejahend, mutig. Und die 2001 gegründeten Like A Stuntman können hier mit ihrem 2009 erschienenen Album Original Bedouin Culture durchaus einen fruchtbaren Beitrag leisten. Nun erscheint YoY – und alle Achtung, da kann man nur sagen: »YoY!!« Man mag hier Krautrock-Fortschreibungen raushören, feststellen, dass die Frankfurter auch das Phänomen Chillwave auf dem Radar haben, eine Liebe zu TV on the Radio erahnen – oder mal wieder von Smile (die Smile Sessions der Beach Boys werden nun nach 44 Jahren doch veröffentlicht – ich traue mich gar nicht ran) träumen. Das alles und noch viel mehr... kann machen, nur sollte man diese Band nicht übersehen.