Buraka Som Sistema sind eine jener Formationen, die dazu beitragen, dass man Weltmusik nicht mehr als etwas Verstaubtes wahrnimmt bzw. den Terminus ganz vergisst. Mit ihrem so explosiven wie überraschend erfolgreichen Debut Black Diamond und der Single Sound of Kuduro sorgten die Portugiesen vor drei Jahren für Begeisterung. Da sie auch als ausgezeichnete Liveband bekannt sind, spielen Buraka mittlerweile rund um den Globus die größten Festivals und mischen das Publikum auf. Dieses Jahr gar beim Rock in Rio, bei dem weit über eine halbe Million Menschen auf den Beinen sind.
Der angolanische Kuduro bringt frischen Wind die Szene. Buraka Som Sistema heizen auch auf Komba mit ihrer rhythmisch abgefahrenen Mischung aus elektronischen Elementen und einer von der Bühne ins Studio geretteten Frische und Power ordentlich ein. Diverse Studiogäste wie etwa Sara Tavares oder Afrikan Boy sorgen für zusätzliche Abwechslung. Die Begeisterung der Portugiesen für die Street Art Bewegung Sao Paulos findet Ausdruck im gelungenen Cover, das vom brasilianischen Künstler Calma angefertigt wurde. Der Albumtitel Komba spielt an auf ein religiöses, angolisches Ritual. Dabei sorgen Beerdigungsgäste mit dem Genuss der Lieblingsspeisen und -getränke sowie der bevorzugten Musik des Verblichenen für dessen Ehrung – und eine große Party. Für die größte Stimmung sorgt man dort womöglich erst mit seinem Tod – ein Grund mehr jeden Tag des Lebens ausgiebig zu nutzen. Die Musik von B.S.S. hilft dabei.