»I just recorded some new stuff. I don´t exactly know what it is – but I love it« verkündet eine roboterhafte Stimme im Intro zu Mr. Oizos Stade 2. Die folgenden Tracks tragen tolle Namen wie Camelfuck, Datsun, Ska oder Oral Sax und klingen wie ein musikalisches Familientreffen der etwas anderen Art. Vater hämmert in seinem Hobykeller auf alles ein, was ihm in die Quere kommt, Sohnemann daddelt derweil alte Atari-Games, deren Sounds durch die Gänge wabern und Mutti hantiert mit den Kochtöpfen. Ab und an steckt Onkel Sicko seine Rübe zur Haustür rein und brabbelt seltsame Weisheiten. Mr. Oizo kümmert sich weder zu viel um Trends noch um die Clubkompatibilität seiner Tracks. Stade 2 ist eine retrofuturistische Werkschau elektronischer Musik voller Kraft, Humor und Charme. Stellenweise fühlt man sich gar an Raymond Scotts Pioniertaten mit Modulatoren und Generatoren im Einsatz für US-Radiospots der 50er und 60er Jahre, erinnert.