Drei Frauen mit kräftigen Stimmen und stimmiger Geigenkraft sowie ein Quotenmann am Kontrabass. Los geht’s. Scheibe Eins. Als sei es das natürlichste der Welt, reihen Zwirbeldirn alpenländisches Jodlergut an niederbayrische oder fränkische Traditionals, nahöstliches Erbe an österreichischen Schmäh.
Wie hören Balladen von Wurst und Poesie, Heurigen-Musik und Wirtshausballaden. Moi an Zwiefachn, moi was Schnölls. Ob wir uns von der Giesinger Mond-Serenade in einen der noch nicht zu Tode gentrifizierten Stadtteile der Landeshauptstadt versetzen oder in den finsteren Wald zerren lassen (Die Mordthat – angeblich Inspirationsquelle Falcos für einen seiner Megahits), wir gehen jeden Weg gerne mit. Denn Zwirbeldirn unterhalten uns extrem kurzweilig, mit offenem Herzen und trockenem Humor.
Hier kommen Heimat, Lebenslust und Kunst ohne Scheuklappen und aufgesetzte Folklore zusammen. »I schwärm für geistige Literatur und Lyrik, genauso wia für Kotletten und Därm/ und wer in meine Knacker sticht, der spannt glei, die sand ein Gedicht/ und meine Wollwürscht san so gschwolln, wia Rilke-Verserl geschwolln sein solln.“ (Wurst und Poesie).« Wohl bekomm´s!