»Ladies, gentlemen and variations there upon, welcome aboard and travelling with the time axis manipulation corporation. Your pilot today is Mickey Moonlight«, wird der geneigte Hörer hier empfangen und ahnt zum einen, es hier mit einem sympathischen Spinner zu tun zu bekommen, zum anderen, dass es sich – obwohl aus dem Hause Ed Banger – nicht unbedingt um ein reinrassiges Dancefloor-Vergnügen handelt. Die eröffnende Single Interplanetary Music lässt einen zwar mit ihrem funky vibe unruhig im Hufbereich werden – doch da steckt mehr drin. Der englische Guardian nennt es folgendermaßen: »thinking fan´s pop.« Was wiederum nicht als Hinweis darauf gelesen sein soll, es handle sich hier um bierernstes, akademisch-trockenes Gemucke.
Mickey Moolight, ein Name hinter dem ein Mann mit wechselnden Pseudonymen (u.a. Mike Silver) steckt, unterhält uns mit augenzwinkerndem Spacepop zwischen psychedelischen Auswüchsen und eingänigeren Hitmomenten. Dabei gibt er abstruse Geschichten zugute, die von der freiwilligen Sterbehilfe bis zu künstlichen Liebhabern reicht – oder andersrum; vielleicht richtet man das Laserschwert freiwillig gegen sich, wenn man eine jahrelange Affäre mit seinem Spacestaubsauger hinter sich hat. Aber das soll uns nicht kümmern. Come on humans: listen and enjoy!