Eine Woche lang gaben die Musiker alles. Unter ihnen ein Trio aus Balafonen, Sänger und Erzähler sowie die komplett integrierten Gruppen Konono No.1 und Zaiko Langa-Langa. Alles wurde akustisch eingespielt, Effekte waren unnötig, das Stimmen von Gitarren zu vernachlässigen. Im Zentrum der Aufnahmen stand die spontan im namengebenden Ghetto entstandene Afro-Soul-Jazz Kombo Orchestrer La Katuba, um die die anderen Musiker ihre Rhythmus- und Melodiebeiträge woben. Tradimoderne Stücke stehen neben traditioneller Rumba, swingender Mutuashi, Afrofunk und Ska-Roots kontrastieren mit Balojis Hip-Hop-geschulter Stimme. Während Hotel Impala noch mehr die Sehnsucht nach der verlorenen Heimat repräsentierte, strahlt Kinshasa Succursale das Selbstbewusstsein aus, die aus der Möglichkeit, das Beste aus verschiedenen Welten kreativ zu verbinden, entstehen kann. Und falls das nach Zauberei klingt: nichts anderes als »Zauberer« bedeutet Baloji in Suaheli.