Songs of distance, Abstand und Abschied thematisiert der gleichnamige Song – die Umsetzung der Vorstellung von räumlicher Weite kommt einem bei dem Titel aber auch in den Sinn. Dabei denken wir ja automatisch gerne an den Südwesten der Vereinigten Staaten. Mazgani hingegen kommen aus dem äußersten Südwesten Europas. Aus Portugal, von wo aus man sehnsüchtig Richtung Amerika blicken kann.
Mazgani, vom großen französischen Musikmagazin Les inrockuptibles als eines der 20 größten europäischen Nachwuchshoffnungen gehandelt, brauchen sich nicht hinter Vorbildern aus der weiten Welt verstecken. Ihre melancholischen Stücke verbinden Wüsten-Twang und Tumbleweed-Sehnsucht mit einem gewissen Maß an Düsternis, vorgetragen mit flehender Crooner-Stimme.
Irgendwo zwischen Nick Cave, Richard Hawley und Timber Timbre positionieren sich Shahyra Mazgani und seine Mannen mit diesem stimmungsvollen Album, das – ergänzt um die fünf Stücke der 2009er EP Tell the people und zwei neu eingespielte Livetracks – Qualität und Quantität gleichermaßen bietet.