Frankie Chavez: Family Tree von Michael Ebmeyer Andrea Maria Schenkel: Finsterau David Small: Stiche. Erinnerungen "Bacon Talks": Frankfurts Schauspielintendant Oliver Reese schreibt ein Stück und inszeniert Der FUTTERblog - streng verdaulich!
Samstag, 26. Mai 2012 | 02:32

Swilson: Demonology

19.01.2012

Satanic Psychedelic Loner Rock

Gleich dreimal konnte Swilson die hart umkämpften Satanic Psychedelic Loner Rock Chamionships für sich entscheiden. 1989, 1997 und 2011 stehen als Jahreszahlen des Triumphs unauslöschbar im Briefkopf der iPunks aus LA. Gar nicht so schlecht, findet DAVID EISERT, der einst um ein Haar 2Step Weltmeister geworden wäre.

 

Nichts weniger als die Eroberung der alten Welt hat der verdächtig unscheinbare Swilson mit seiner gleichnamigen Kombo im Sinn. Und es soll mit dem Teufel zugehen, wolle ihm dies nicht irgendwie gelingen. Nachdem er seinen Hochschulabschluss in Demonology an der renommierten TLA University zu Philadelphia erworben hat, warten die Heerscharen der Ungläubigen auf die große musikalische Gottesgeißel! Und nicht mehr aber auch nicht weniger ist Demonology geworden. 12 Lieder über Dämonen, Mädchen und noch mehr Dämonen. Veröffentlich wird auf Cheap Satanism Records, alter Druidenfuß, höchstens der Blocksberg wäre als Heimat noch ebenbürtig.

 

Which is the witch? Swilson beschäftigt sich im allen nur erdenklichen Facetten der Schattenwelt und sollte für jeden Hobbyexorzisten der erste Ansprechpartner sein. Wer nun an böse Black Metal Buben mit fies finsteren Mollakkorden denkt, hat seinen Mistelzweig nicht ganz beisammen. Harmonisch, gar süß geht’s meistens zu. Leicht hippiesque, nie nur vordergründig. Wohl deshalb feinsinniger und somit böser als all das unmittelbar Scheußliche. Vielleicht käme man auf die Idee, dass hier Weihrauch gegen andere Kräuter vertauscht wurde. Aber was nutzt die Spekulation? Humor, Ironie und keine Angst vor dunklen Ecken sollte man mitbringen und sich mit Demonology eine der außergewöhnlichsten Veröffentlichungen in diesem Jahr gönnen!

 



 

| kommentar schreiben

Name:
Kommentar:

Von der Verrohung des Bürgertums

Ja, die Welt ist schlecht, weil ungleich. Aber hurra – wir tun doch was! Das Netzwerk der »Tafeln« sorgt dafür, dass auch Hartz-IV-ler würdig ...

Licht wo zu viel Schatten lag

Jetzt mal ehrlich, das Buch Fifa-Mafia von Thomas Kistner ist keine einfache Kost. Zu ungebremst und schnörkellos werden einem hier schallernde Fakten um die Ohren gehauen. ...

Lämmer in der Obhut von Wölfen

Das europäische Mittelalter war nicht gut zu Frauen – zumindest wenn wir heutige Kriterien anlegen. In jedem Fall aber war es eine schlechte Zeit für die wenigen Frauen in ...

Vorschlag zur Güte

Reiß mir bitte reiß mir doch

in meinen Etat ein Loch

stopf zwei drei deiner Sorgen rein

und bald wird wieder Frühling sein

»Die Wahrheit ist ein scheues Kind ...«

Mit dem Roman Tannöd begann 2006 die erstaunliche Karriere der Andrea Maria Schenkel. Der Nachfolger, Kalteis (2007), bewegte sich noch ganz im Dunstkreis des erfolgreichen ...

Valium im schwarzen Anzug

Die MIB-Filmreihe von Regisseur Barry Sonnenfeld komplettiert sich nun zur Trilogie und tischt dem Zuschauer das Alte vom Vortag nochmal neu auf – nur diesmal in 3D. Lasst euch vom ...

Ecce Homo

»Siehe, der Mensch!« - so wird allgemein Ecce Homo übersetzt. Napoleon soll Ähnliches zu Goethe bei ...