Eine der größten Pop-Überraschungen der letzten Jahre war der große kommerzielle Erfolg des Debuts von The XX. Mehr als Kritikerlob und einen Achtungserfolg innerhalb einer Nischenzielgruppe hätte der Band vorab sicher niemand prophezeit. Aber es kam – verdientermaßen – anders, und die Band schob einen Trend zur Entschlackung und Entschleunigung mit an. Bands wie Warpaint oder Darkstar legten tolle Alben nach, ohne allzu große Beachtung zu finden. Nun schlagen Big Deal in die gleiche Kerbe – und das dermaßen großartig, dass die Lichter ausgehen.
Zwei Stimmen, zwei Gitarren. Das reicht dem interkontinentalen Pärchen, um den Hörer von der ersten bis zur letzten Sekunde zu fesseln. Wo uns The XX zu den Young Marble Giants führten, landen wir wir mit Bid Deal irgendwo zwischen Mazzy Star und sedierten Jesus and the Mary Chain – für später Geborene reicht der Hinweis auf The XX auch aus. »The only thing you have to do / follow your heart / you know it’s true.« Ich habe das Boy/Girl-Duo sofort in mein Herz geschlossen. Big Deal, indeed.