Charlie Brown hat´s akzeptiert.
Was ist zum Inhalt noch groß zu sagen? Dargestellt wird die alltäglichste Welt, die einem kleinen, kahlköpfigen Jungen mit den Psychosen eines zweimal geschiedenen Hartz-IV Empfängers, der sich nicht einmal in den Alkohol flüchten darf, nur begegnen kann. Charlie Brown - nur auf den ersten Blick zeigt er sich als Verlierer auf ganzer Linie – stellt sich dieser Welt mit der Selbstverständlichkeit eines Neugeborenen: Er lässt den Drachen wieder und wieder steigen, tritt Mal um Mal nach dem Football in Lucys viel zu flinken Händen, schwört sein Baseball-Team auf noch eine Saison voller Niederlagen ein - er wird und wird und wird nicht erwachsen.
Charlie Brown ist gefangen im sich unbarmherzig fortzeichnenden Dilemma ewiger, kahlköpfiger, übersensibler, schwarz-weißer, ahnender, arg- und auswegloser Kindheit. Charlie Brown hat's akzeptiert. Er verliert seinen Mut höchstens für die ungewisse Zeit eines Zeitungsstrips, der zunächst zwischen Meldungen aus einer Zeit, in der der Zweite Weltkrieg als moralischer Sieg in die Widersprüchlichkeiten der McCarthy-Ära überfloss, gequetscht war.
Wo Woody Allen - noch so ein wiederkehrender Geist jener Zeit - sagt, er wolle die Unsterblichkeit nicht durch sein Werk erreichen, sondern dadurch, dass er nicht sterbe, da beschreibt er wohl die Grenze zwischen seinem Zynismus und Charlie Browns ... ja, vielleicht Unsterblichkeit.