Im vorliegenden Album Die roten Hügel, dem mittlerweile vierten der Reihe, wird das Geheimnis um das Verschwinden aller Erwachsenen zwar noch nicht gelüftet. Der Band aus der Hand des Künstlerduos Gazzotti und Vehlmann schreitet aber mit großen Schritten auf ein Finale furioso zu, ohne dabei den Spaß zu kurz kommen zu lassen.
Die bunte Gruppe der Heranwachsenden ist, nachdem sie im Vorgängerband einen Ausflug aufs Land und dort die Bekanntschaft mit einem kleinen Diktator gemacht hat, wieder in die Stadt zurückgekehrt. Dort haben sie sich eine Festung gebaut und versuchen so gut, wie es eben möglich ist, den Alltag zu organisieren. Dass sie dabei nicht nur ums blanke Überleben kämpfen müssen, sondern auch die kindlichen Bedürfnisse befriedigt werden wollen, ist ein überaus netter und liebenswerter Aspekt, der die ganze Serie durchzieht.
Die mehr oder weniger vorhandene Harmonie der Gruppe wird jedoch durch das Erscheinen des aus dem zweiten Band bekannten, schwer verletzten „Herrn der Messer“ gestört. Der geistig verwirrte Jugendliche scheint angegriffen worden zu sein, das Baby, das er immer beschützt hat, ist verschwunden. Den Kindern ist bald klar, dass die aus dem Zirkus ausgebrochenen Tiere, allen voran die Affen, etwas damit zu tun haben müssen. Und so bereiten sie sich auf die Befreiung des Kleinen vor. Aber warum verhalten sich die Zirkustiere so komisch? Was hat es mit den von diesen scheinbar willkürlich aufgehäuften und mit roter Farbe beschmierten Müllhügeln auf sich? Und wer unter den Kindern spielt ein falsches Spiel und warum?