Das Märchen lebt von Wiederholung: Man braucht drei Gegenstände, ausgehändigt von drei mehr oder minder mystischen Personen, für drei spezifische Aufgaben. Der Film Alien handelt von der Crew eines Raumfrachters, die auf einem abgelegenen Planeten ein Wrack mit einem toten außerirdischen Piloten findet, der den Aliens zum Opfer fiel. In Aliens – Nekropolis geht es um die Crew eines Forschungsschiffs, dass auf einem ablegenen Planeten Überreste einer fremden Zivilisation findet. Der Rest ist Bekanntes mit einigen neuen Zwischentönen.
John Arcudi, der unter anderem bei B.U.A.P. mitwirkt, sowie Zach Howard und Mark Irwin bedienen sich aus dem bereits recht umfangreichen Fundus der vier Alien-Teile und schaffen doch wenig, um ihn zu erweitern, ganz im Gegenteil: Man hört es leise schmatzen aus den filmischen Wirtskörpern. Abgesehen von einer löblichen wissenschaftlichen Abhandlung über Aliens, die einem die Natur dieser Wesen nahe bringen soll, wirkt die Graphic Novel wie ein Stückwerk aus Bekanntem. Wieder landet eine Crew, mitsamt Android, auf einem abgelegenen Planeten und wieder machen Aliens das, was sie am besten können: Embryos in Wirtskörpern unterbringen und die Anatomie der mäßig cleveren Fleischsäcke der Gattung Mensch kreativ neu gestalten.